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Mumps: Prüfungs- und Examensfragen

Wie wird die Krankheit Mumps noch genannt?

In der Medizin nennt man den Mumps auch Rubula oder Parotitis epidemica. Im Volksmund heißt der Mumps auch "Ziegenpeter".

 

Was verursacht den Mumps?

Der Mumps ist eine Virus-Erkrankung, die durch das Mumpsvirus verursacht wird. Die Übertragung erfolgt meist durch eine Tröpfchen- Infektion. Andere Übertragungswege über direkten Kontakt mit Gegenständen, die von infiziertem Speichel kontaminiert wurden, sind möglich.

 

Wie lang ist beim Mumps die Inkubationszeit?

14 - 24 Tage. Im Mittel etwa 16 - 18 Tage.

 

Welche Symptome treten beim Mumps auf?

Im typischen Verlauf kommt es zuerst zu unspezifischen Symptomen wie Fieber (meist nicht sehr hoch), Kopf- Hals- und Gliederschmerzen. Dann beobachtet man eine ein- oder auch beidseitige Schwellung der Ohrspeicheldrüse (Parotis).

Das Ohrläppchen steht ab und die Mündung des Parotis-Ganges ist geschwollen. Schmerzen treten in dieser Krankheitsphase besonders beim Kauen auf. Die entzündete Parotis ist auf Druck schmerzhaft!

(zur Erinnerung: Der Ausführungsgang der Ohrspeicheldrüse - Parotis - liegt in der Wange gegenüber dem 2. Backenzahn!)

 

 

Welche Symptome sind sonst noch beim Mumps zu erwarten?

Von dem Mumps-Virus werden auch manchmal andere Drüsen im Gesicht mit ähnlichem Gewebe befallen: So z. B. weitere Speicheldrüsen wie die Unterzungen-Speicheldrüse (Sublingualis) und die Unterkieferspeicheldrüse (Submaxillaris)

Generell gilt: Die Mumps-Infektion verläuft sehr variantenreich. Rund 1/3 aller Fälle zeigen keine spezifischen Symptome der Krankheit.

 

Mit welchen Komplikationen ist beim Mumps zu rechnen?

Generell gilt: je älter der Erkrankte ist, desto eher muss mit dem Auftreten einer Komplikation gerechnet werden?

  • Orchitis:

rund 20% der nach der Pubertät Erkrankten, haben eine Hoden-Infektion (Orchitis) Die Orchitis ist selten beidseitig. Kann dann jedoch zur Sterilität führen!

  • Meningitis:

Dies ist bei Kindern (vor der Pubertät) die häufigste Komplikation. Symptome wie Lichtscheu, Kopf- und Nackenschmerzen, schmerzhafte passive Beweglichkeit des Kopfes. Die positiven Zeichen nach Brudzinski und Kernig sollten unbedingt an diese Komplikation denken lassen.

  • Hörschäden:

Im Rahmen einer Mumps-Infektion kann es auch zu ein- oder beidseitigen Ertaubung kommen!

seltenere Komplikationen sind:

  • Pankreatitis, (Entzündung der Bauchspeicheldrüse)

  • Thyreoiditis (Entzündung der Schilddrüse)

 

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Welche Vorbeugung ist beim Mumps möglich?

Die STIKO (ständige Impfkommission beim Robert-Koch-Institut) empfiehlt eine Impfung mit einem abgeschwächten Lebend-Impfstoff aus Mumpsviren. Sie soll ab dem 11 - 14 Monat als Kombinations-Impfung mit Masern- Röteln- und eventuell Windpocken-Impfung verabreicht werden. Zur Beseitigung von Impflücken ist eine zweite Impfung frühestens nach 4 Wochen nach der 1. Impfung notwendig.

 

Welche Bestimmungen des Infektions-Schutzgesetzes sind bei einer Mumps-Infektion zu beachten?

Der § 34 des Infektions-Schutzgesetzes bestimmt, das an Mumps-Erkrankte und der Mumps-Infektion Verdächtige sich nicht in einer Gemeinschafts-Einrichtung aufhalten dürfen. (umgangssprachlich als Schulverbot bezeichnet!)

Nach § 24 des Infektions-Schutzgesetzes wird daraus abgeleitet ein Behandlungsverbot der Mumps-Erkrankung durch den Heilpraktiker.

Achtung wichtige Änderung:

Ab März 2013 besteht für Erkrankungs-Verdacht, Erkrankung  und Tod an Mumps, Pertussis (Keuchhusten) Röteln und Windpocken bundesweit namentliche Meldeplicht (nach geändertem § 6 Infektions-Schutzgesetz)

Sie können sich die komplette Liste der in § 6 genannten Krankheiten mit namentlicher Meldepflicht ausdrucken:

 

 

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