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Lyme-Borreliose: Prüfungsfragen

Was versteht man unter einer Lyme-Borreliose

Die Lyme-Borreliose ist eine systemische Infektions-Krankheit, die meist durch das Bakterium Borrelia burgdorferi verursacht wird. Borrelia burgdorferi gehört zu den Spirochäten.

 

Wie wird der Erreger Borrelia burgdorferi übertragen?

Die Übertragung erfolgt durch Zeckenbisse.

 

Wie kommt der erste Teil des Namens "Lyme" in dem Begriff Lyme-Borreliose zustande?

1975 wurde in dem amerikanischen Ort Lyme erstmals eine gehäuftes Auftreten von Gelenkentzündungen besonders bei Kindern und Jugendlichen beobachtet. Diese Gelenkschwellungen wurden dabei erstmals mit Zeckenbissen in Verbindung gebracht.

 

Wie ist die Erkrankung Lyme-Borreliose verbreitet?

Die Lyme-Borreliose ist weltweit verbreitet. (Pandemie). In Deutschland besteht ein Nord-Südgefälle in der Häufigkeit der Erkrankung.

Die Häufigkeit, mit der die Erkrankung regional auftritt, hängt ganz wesentlich mit dem Befall der Zecken mit dem Erreger Borrelia burgdorferi zusammen. Dies ist in Norddeutschland geringer als in Süddeutschland.

In manchen Regionen ist etwa jede zweite Zecke mit Borrelien verseucht.

 

 

Wovon hängt neben dem Befall der Zecken mit Borrelia burgdorferi die Infektions-Wahrscheinlichkeit noch ab?

Die Zecke benötigt für die Übertragung der Borrelien mehrere Stunden. (Dies ist ein wichtiger Unterschied zur Übertragung der FSME-Viren!). Zecken müssen daher so früh wie möglich sachgerecht entfernt werden. Dies soll möglichst mit einer speziellen Zecken-Pinzette erfolgen.

Ganz falsch ist es:

  • wenn die Zecke beim Entfernen gequetscht wird

  • wenn die Zecke in Öl oder dergl. "ertränkt" wird

 

Welchen Rat geben Sie einem Patienten, der einen Zeckenbiss erlitten hat?

Eine Nachbeobachtung für mindestens 6 Wochen ist zu empfehlen. In dieser Zeit gilt es die Haut um den Zeckenbiss zu beobachten, aber auch das Auftreten von Fieber!

 

Welche Symptome sind bei typischem Krankheitsverlauf einer Lyme-Borreliose zu erwarten?

Bei rund 50% der Fälle kommt es an der Biss-Stelle nach Tagen bis Wochen zur Entwicklung einer Wanderröte. Hierbei handelt es sich um einen roten Fleck, der sich nach Tagen und Woche deutlich vergrößert. (wandert) oft auch zentral abblasst.

Begleitet findet man in diesem ersten Stadium der Erkrankung "grippeähnliche" Symptome mit Fieber, Glieder- und Muskelschmerzen, Kopfschmerzen und Abgeschlagenheit.

 

Welcher Fachausdruck wird die Wanderröte verwendet?

Erythema chronicum migrans

 

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Welche Symptome treten im 2. Stadium der Lyme-Borreliose auf?

Bleibt die Krankheit unbehandelt, so kommt es zu einer Organbesiedlung durch die Erreger. Die im Einzelfall unterschiedliche Besiedlung lässt ein klinisch höchst unterschiedliches Krankheitsbild entstehen:

  • Neuroborreliose:  (starke Nervenschmerzen zur Biss-Stelle hin, Meninogo-Enzephalitis, Lähmung von Hirnnerven)
  • Myokarditis (auch Lyme-Karditis genannt)

 

Welche Symptome treten im 3. Stadium auf?

  • Arthritis:  Schwellung meist großer Gelenke
  • fleckige Hautatrophien:  Acrodermatitis chronica

 

Wie wird eine Borreliose behandelt?

Gerade im Frühstadium der Borreliose ist die Behandlung mit Antibiotika sehr effektiv.

 

Gibt es zur Vorbeugung der Lyme-Borreliose eine Impfung?

Nein! Es befinden sich zwar Impfstoffe in der Erprobung. Ein Impfung gegen Lyme-Borreliose ist zur Zeit jedoch noch nicht möglich.

 

Es wird doch öfters eine "Zecken-Impfung" probagiert?

Mit dieser - umgangssprachlich manchmal als "Zecken-Impfung" - bezeichneten Impfung kann man der Frühjahr-Sommer-Menigo-Enzephalitis (FSME) vorbeugen.

Die FSME wird - wie die Lyme-Borreliose - auch durch Zecken übertragen. Die Impfung schützt nicht vor den Borrelien!!!

 

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