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Multiple Sklerose Teil 2:  Prüfungsfragen für Heilberufe

Wenn Sie die Fragen zur multiplen Sklerose (Teil 2) im Prüfungs-Modus beantworten wollen, so können Sie durch Anklicken der unten stehenden Schaltfläche zunächst alle Antworten verbergen:

 

Bei einer multiplen Sklerose kommt es häufig zum Auftreten von Gesichtsschmerzen.

 

Erklären Sie aus der Definition der multiplen Sklerose, wie es zu den Gesichtsschmerzen kommt?

Die Gesichtsschmerzen bei multipler Sklerose entsprechen einer Neuralgie des V. Gehirnnerven. (Nervus trigeminus).
Je nach Lokalisation der einzelnen Entmarkungsherde im Gehirn kann auch der Nervus trigeminus einseitig oder beidseitig befallen sein. Dies kann zu quälenden Gesichtsschmerzen im Ausbreitungsgebiet des V. Gehirnnerven führen.

 

Was wissen Sie zur Prävalenz der multiplen Sklerose?

Die Prävalenz der multiplen Sklerose liegt in Deutschland bei etwa 150 Erkrankungen pro 100.000 Einwohner.
Zur Wiederholung:
die Prävalenz ist die Häufigkeit einer Erkrankung. Die Inzidenz die Zahl der Neuerkrankungen.

 

Welcher Körperflüssigkeit sollte für die Diagnosestellung einer multiplen Sklerose am ehesten untersucht werden?

Der Liquor cerebrospinalis. (Gehirn-Rückenmarksflüssigkeit).
Bei Untersuchung des Blutes können die Entzündungsparameter (BSG, C reaktives Protein, Leukozyten) manchmal im Schub erhöht sein. Dies ist jedoch nicht zwingend erforderlich.
Die Laboruntersuchung des Blutes ist bei der Diagnosestellung der multiplen Sklerose meist nicht zielführend.

Bei der Untersuchung des Liquor cerebrospinalis finden sich in über 90 % pathologische Befunde wie zum Beispiel eine Vermehrung der Lymphozyten. Aber häufig auch Antikörper gegen Masern-, Röteln- oder Windpockenviren.

 

 

Im akuten Schub werden zur Behandlung der multiplen Sklerose häufig hochdosierte Glucocorticoide eingesetzt. Erklären Sie den Sinn dieser therapeutischen Maßnahme?

  • Glucocorticoide wirken entzündungshemmend.

  • Die multiple Sklerose ist eine entzündliche Entmarkungserkrankung. 

Durch Befall der Pyramidenbahn (1. Neuron) kann es bei der multiplen Sklerose zur Spastik kommen. Als sekundäre Folgen der Spastik beobachtet man Gelenkskontrakturen und Fehlstellungen der Gelenke.

 

Mithilfe des Bobath-Konzepts kann man diesen Folgen der multiplen Sklerose entgegenwirken. Worin besteht das Prinzip des Bobath-Konzepts?

Das Bobath-Konzept begründet sich auf der Fähigkeit des Gehirns zur Umorganisation. (Plastizität des Gehirns).

Hierbei lernt das Gehirn eines kranken Patienten, mit verbliebenen gesunden Bereichen des Gehirns Aufgaben auszuführen, die erkrankte Gehirnteile nicht mehr leisten können.
Das Bobath-Konzept kommt daher bei einer Vielzahl von Neurologischen Erkrankungen wie zum Beispiel der multiplen Sklerose aber auch beim Schlaganfall zur Anwendung.

 

Welcher Ursache führt bei der multiplen Sklerose zu den chronisch entzündlichen Entmarkungen? (Zu der Zerstörung der Markscheiden).  

Die Ursache der multiplen Sklerose (Enzephalomyelitis disseminata) ist bis heute unbekannt. Diskutiert wird unter anderem eine Autoimmunerkrankung.
Als gesichert kann eine familiärer Häufung der multiplen Sklerose aber auch Faktoren in der Umwelt (die Krankheit ist im nördlichen Breiten häufiger als am Äquator) angesehen werden.

 

Welche Krankheiten müssen bei der multiplen Sklerose differentialdiagnostisch auch erwogen werden?

Prinzipiell kann die multiple Sklerose nahezu jede neurologische Erkrankung nachahmen.
Bei der Diagnose einer multiplen Sklerose müssen besonders folgende Infektionskrankheiten erwogen werden:
HIV,
Syphillis Stadium 3
Neuroborrelliose

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