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Atemtypen: Prüfungsfragen für Heilberufe

Die einzelnen Atemtypen sind sehr häufig Gegenstand von schriftlichen Prüfungen. Die Atmung gehört zu den Vitalparametern. Jeder in einem Heilberuf Tätige, muss mit der normalen Atmung und einer unter krankhaften Bedingungen veränderten Atmung vertraut sein.

Wenn Sie die Fragen zu den einzelnen Atemtypen  im Prüfungs-Modus beantworten wollen, so können Sie durch Anklicken der unten stehenden Schaltfläche zunächst alle Antworten verbergen:

 

 

Was versteht man unter Atemfrequenz?

Die Atemfrequenz ist die Zahl der Atemzüge pro Minute. 

 

Wie hoch ist die Atemfrequenz bei einem gesunden Erwachsenen in Ruhe?

Ein gesunder Erwachsener hat in Ruhe eine Atemfrequenz von 12-15 Atemzügen in der Minute.
(Zum Vergleich: die Atemfrequenz eines Neugeborenen beträgt ca. 40-50 Atemzüge pro Minute). 

 

In welcher Region des Gehirns wird die Atmung reguliert?

Das Atemzentrum befindet sich in einem Teil des Stammhirns, der Medulla oblongata.

Teile des Gehirns
"Blausen gallery 2014CC BY 3.0

Die Abb. oben zeigt die einzelnen Hirnteile in der Übersicht. Beachten Sie an der Stelle: die Medulla oblaongata ist ein Teil des Hirnstamms.

 

In einer multiple Choice Fragen wird ausgeführt, dass der Atemantrieb im Stammhirn (Medulla oblongata) primär durch einen Mangel an Sauerstoff ausgelöst wird. Würden Sie diese MC-Frage als richtig ankreuzen?

  • Nein!  Auch wenn intuitiv die angebotene Antwort richtig erscheint, so wird der Atemantrieb nicht durch einen Mangel an Sauerstoff, sondern durch Anstieg des Kohlenstoffdioxids im arteriellen Blut ausgelöst.

  • Der Grund hierfür ist einfach: bei Problemen mit der Atmung steigt das Kohlendioxid im Blut wesentlich schneller an, als der Sauerstoff im Blut abfällt. Die Gegensteuerung im Atemzentrum durch den Messwert Gehalt des Kohlendioxids im Blut kann daher sehr viel rascher erfolgen.

 

Mit welchem Fachausdruck wird eine beschleunigte Atemfrequenz über 20 Atemzüge pro Minute hinaus bezeichnet?

Der Fachausdruck für eine beschleunigte Atemfrequenz lautet Tachypnoe!

 

Mit welchem Fachausdruck wird eine unangenehm erschwerte Atemtätigkeit (Lufthunger) bezeichnet? 

Der Fachausdruck für eine erschwerte Atemtätigkeit (Kurzatmigkeit, Lufthunger) lautet: Dyspnoe.

 

Was versteht man unter Orthopnoe? 

Unter Orthopnoe versteht man eine besondere Form der Dyspnoe (des Lufthungers), bei der die Atemnot durch eine aufrechte Sitzposition gebessert wird.
Eine Orthopnoe beobachtet man beispielsweise bei einer Insuffizienz des linken Herzens. 

 

Was versteht man unter Apnoe?

Was versteht man unter Apnoe?


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Bei einem Patienten beobachten Sie eine über eine längere Zeit eine anhaltend besonders tiefe Atmung. Wie wird eine solche über eine längere Zeit anhaltende tiefe Atmung bezeichnet?

Man spricht bei einer länger anhaltenden besonders tiefen Atmung von Kussmaulscher Atmung.
(Der Name Kussmaulsche Atmung wird zu Ehren eines Internisten namens Adolf Kußmaul verwendet).

 

Auf welche krankhaften Veränderungen deutet die Kußmaul-Atmung hin?

  • Die Kußmaul-Atmung ist eine Gegenreaktion auf eine durch den Stoffwechsel entstandene Übersäuerung im Blut. (Metabolische Azidose).

  • Bei Kussmaulsche Atmung sollten besonders ein diabetisches Koma, eine Urämie oder auch eine Sepsis in Betracht gezogen werden.

  • Wir merken uns noch einmal:
    bei der Kussmaulsche Atmung sind die Atemzüge erheblich vertieft; aber die Atemfrequenz nicht oder nur wenig erhöht. 

 

Was charakterisiert die Biot‘sche Atmung?

Das charakteristische einer Biot'schen Atmung ist die periodische Atmung, die aus gleich tiefen Atemzügen besteht und die nach einer kurzen Zeitspanne von einer Pause unterbrochen wird.
Wir merken uns für die Biot‘scher Atmung:
eine Zeit lang etwa gleich tiefe  Atemzüge – dann abrupte Pause der Atmung – wiederum eine Zeit lang gleich tiefe Atemzüge gefolgt von einer abrupten Pause…...

 

An welche krankhaften Veränderungen sollte bei einer Biot‘scher periodischen Atmung unbedingt gedacht werden?

Bei der Biot-Atmung liegt meist eine Schädigung im Gehirnstamm vor. (Zum Beispiel im Atemzentrum der Medulla oblongata).

Eine solche Schädigung kann entstehen bei gesteigertem Hirndruck.
Ein gesteigerter Hirndruck wird beispielsweise beobachtet bei Blutungen im Gehirn nach Verletzungen, Rupturen eines Blutgefäßes aber auch bei entzündlichen Veränderungen der Hirnhäute (Meningitis).  

 

Wie nennt man den Atemtyp, bei dem periodisch flache Atemzüge von vertieften Atemzügen gefolgt werden, die dann von einer Atempause unterbrochen werden.

Diese undulierende Atmung wird als Cheyne-Stokes-Atmung bezeichnet.

 

An welche krankhaften Veränderungen sollte man bei einer Cheyne-Stokes-Atmung denken?

Die Cheyne-Stokes-Atmung beobachtet man bei einer verminderten Durchblutung im Bereich des Atemzentrums (Medulla oblongata). Im Einzelnen sollte man bei diesem Atemtyp an einer Arteriosklerose der Hirngefäße oder an einen Apoplex denken.
Eine Cheyne-Stokes-Atmung kommt aber auch vor beim Schlafapnoe-Syndrom oder auch in den letzten Minuten oder Stunden vor dem Tod.

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