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Lungenentzündung: Prüfungsfragen für Heilberufe

Die Lungenentzündung ist sehr häufig Gegenstand von mündlichen aber auch schriftlichen Prüfungen.

Wenn Sie die Fragen zur Lungenentzündung im Prüfungs-Modus beantworten wollen, so können Sie durch Anklicken der unten stehenden Schaltfläche zunächst alle Antworten verbergen:

 

mit welchem Fachausdruck wird in der Medizin die Lungenentzündung bezeichnet?

Die Lungenentzündung wird in der Medizin als Pneumonie bezeichnet. 

 

Was ist eine Lungenentzündung?

Eine Lungenentzündung (Pneumonie) ist eine akute oder chronische Entzündung der Lungenbläschen (Alveolen) und/oder des Lungengewebes, dass zwischen den Alveolen liegt.

In der großen Mehrzahl entsteht eine Pneumonie durch eine Infektion mit einem Krankheitserreger.

 

Welche Krankheitserreger kommen für die Verursachung einer Pneumonie prinzipiell infrage?

Eine Pneumonie kann verursacht werden durch:

Bakterien (man spricht dann von bakterieller Pneumonie)
Viren (virale Pneumonie)
Pilze (mykotische Pneumonie)
Parasiten.

 

 

Auf welche anderen – nicht infektiöse – Ursachen kann manchmal eine Pneumonie auch zurückgeführt werden?

  • Eine Pneumonie wird relativ häufig durch auch durch Bestrahlung verursacht (Strahlenpneumonie).

  • Pneumonien (Lungenentzündungen) können aber auch durch Allergien, durch Autoimmunprozesse oder auch durch chemische Substanzen, wie Reizgassäuren und dergleichen entstehen.

Aufgrund der Häufigkeit, sind jedoch die infektiösen Pneumonien (Entzündung der Alveolen und des Zwischengewebes in der Lunge) die bedeutendsten Pneumonien.

 

Oben haben Sie gelernt, dass als Erreger der Pneumonien Bakterien, Viren, Pilze und Parasiten in Betracht kommen. Welcher der genannten Erreger ist am häufigsten ursächlich für eine Pneumonie?

Am häufigsten wird die Pneumonie durch Bakterien verursacht.

Als Bakterien sind hier zu nennen: Pneumokokken, Staphylokokken, Streptokokken, Hämophilus influenza, Legionellen….

 

Sie lesen in einem Arztbrief, dass der Patient eine Lobärpneumonie hatte. Was bedeutet der Begriff Lobärpneumonie?

Aus der Anatomie der Lunge wissen Sie, dass die rechte Lunge drei Lungenlappen (Lungenlappen = Lobus) und die linke Lunge zwei Lungenlappen hat.
Lappen der Lunge
die obige Abb. zeigt zur Wiederholung nochmals die Lappen der Lunge.

Bei der Lobärpneumonie ist ein ganzer Lungenlappen von der Entzündung betroffen. !

 

Der Entstehung einer bakteriellen Pneumonie geht oft eine Virusinfektion im Bereich der oberen Luftwege (Nasen- und Rachenraum) voraus. Können Sie dies erklären?  

Bei einem Virusinfekt im Nasen-Rachen-Raum kommt es zur vermehrten Produktion von Sekret. In diesen Sekreten findet man eine größere Anzahl potenziell auch infektiös wirkender Bakterien.
Es kann vorkommen, dass das bakterienhaltige Sekret aspiriert wird. (Aspiriert bedeutet: es gerät in die Luftwege).
Von der Trachea und den Bronchien gelangen dann die Bakterien in die Alveolen und führen dort zu der Lungenentzündung.

Daher kommt es im Zusammenhang mit Grippeepidemien auch gehäuft zum Auftreten von Pneumonien!

Sie haben oben gelernt, dass man die Pneumonie in eine akute und chronische Lungenentzündung einteilt.

 

Wann spricht man von einer chronischen Pneumonie?

Die Bezeichnung chronische Pneumonie ist gerechtfertigt, wenn die Pneumonie nach 6 Wochen unter Behandlung, keine wesentliche Besserung zeigt.


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Mit welchem medizinischen Fachausdruck wird eine Pneumonie bezeichnet, die auch auf das Lungenfell übergegriffen hat?

In der Medizin wird das Lungenfell als Pleura bezeichnet.
Ist die Pleura gemeinsam mit der Lunge von einer Entzündung betroffen, so spricht man von einer Pleuropneumonie.

Bei Pneumonien unterscheidet man auch, unter welchen Umständen die Pneumonie entstand. So spricht man von einer ambulant erworbenen Pneumonie und von einer nosokomialen Pneumonie.

 

Was ist eine nosokomiale Pneumonie?

  • Generell ist eine nosokomiale Infektion eine Infektion, die im Zuge eines Aufenthalts oder einer Behandlung in einem Krankenhaus oder einer Pflegeeinrichtung auftritt.
    Laut Definition der nosokomialen Infektion dürfen keine Hinweise existieren, dass die Infektion bereits bei der Aufnahme in das Krankenhaus oder Pflegeeinrichtung vorhanden oder in der Inkubationsphase war.

  • Wendet man diese Definition der nosokomialen Infektion auf den Begriff der nosokomialen Pneumonie an, so spricht man von einer nosokomialen Pneumonie, wenn sich die Lungenentzündung erst mehr als zwei Tage nach stationärer Aufnahme und bis zu 14 Tage nach Entlassung entwickelt.

  • Im Vergleich dazu ist eine ambulant erworbene Pneumonie eine Lungenentzündung die außerhalb eines Krankenhauses oder einer Pflegeeinrichtung erworben wurde.

 

Werden bestimmte Personengruppen gehäuft von einer Pneumonie betroffen?

Von einer Pneumonie sind schwerpunktmäßig Menschen betroffen, deren Immunsystem entweder noch nicht voll ausgereift ist (Säuglinge, Kleinkinder) oder deren Immunsystem durch Alter oder Erkrankung geschwächt ist.
Menschen mit einer chronischen Bronchitis, einem Diabetes mellitus oder mit einer Immunschwäche (zum Beispiel HIV-Infizierte) haben ein deutlich höheres Risiko an einer Pneumonie zu erkranken.

 

Begründen Sie, warum Patienten mit einer Mukoviszidose ein höheres Risiko haben an einer Pneumonie zu erkranken als andere Menschen! 

Bei der Mukoviszidose ist das Sekret aller exokriner Drüsen verändert. Alle Sekrete enthalten zu wenig Wasser und sind daher sehr zäh.

Diese zähen Sekrete können schlecht abgehustet werden und bilden bei Patienten mit Mucoviszidose einen sehr guten Nährboden für die Vermehrung von Bakterien oder anderer Erreger. 

 

Nennen Sie noch mindestens zwei weitere Lungenerkrankungen, bei denen ein deutlich erhöhtes Risiko besteht, an einer Pneumonie zu erkranken:

Bronchiektasen,
COPD
chronische Bronchitis
Lungenemphysem

 

Welche klinischen Symptome sind typisch für eine klassische bakterielle Pneumonie?

Eine klassische Pneumonie, die durch Pneumokokken hervorgerufen wird, tritt schwerpunktmäßig in der kalten Jahreszeit auf. Vor der eigentlichen Lungenentzündung kommt es zu einem Infekt im Hals-und Rachenbereich.
Nach einigen Tagen kommt es dann zur Ausbildung von Schüttelfrost und Fieber, dass nicht selten bis 40° ansteigen kann.
Es entwickelt sich dann ein zunehmender Husten, der am Anfang trocken und nach einer gewissen Zeit mit einem schleimigen Auswurf verbunden ist.
Das Krankheitsgefühl bei einer Pneumonie ist hoch. Typisch ist auch eine schnelle Atmung (Tachypnoe) und eine Tachykardie.

Neben den klassischen bakteriellen Pneumonien gibt es auch atypische Pneumonien, die durch Viren oder auch durch Mykoplasmen verursacht werden können.

 

Was sind Mykoplasmen?

Wenn Sie auf die obige Frage geantwortet haben, Mykoplasmen sind Pilze, so ist die Antwort zwar nicht richtig aber bei dem Begriff Mykoplasmen auch irgendwo verständlich.
Mykoplasmen sind jedoch keine Pilze, sondern echte Bakterien!  Im Gegensatz zu allen anderen Bakterien fehlt den Mykoplasmen aber eine Zellwand.

 

Mit welchem Fachausdruck wird die durch Legionellen verursachte Pneumonie auch noch bezeichnet?

Eine durch Legionellen verursachte Lungenentzündung wird auch als Legionärskrankheit bezeichnet.

Eine der vielen Komplikationsmöglichkeiten einer Pneumonie ist die respiratorische Insuffizienz.

 

Was ist mit dieser Bezeichnung – respiratorische Insuffizienz – gemeint? 

Von einer respiratorischen Insuffizienz spricht man, wenn der Patient nicht mehr in der Lage ist, selbstständig zu atmen und ausreichend Sauerstoff aufzunehmen. (Hieraus ergibt sich die Notwendigkeit einer Beatmung).

 

Sie lesen, dass es im Rahmen einer Pneumonie zu einem Pleuraempyem gekommen ist. Was versteht man unter der Bezeichnung Pleuraempyem?

Der Fachausdruck Empyem bezeichnet eine Ansammlung von Eiter in einer vorgeformten Körperhöhle. Dies kann unter vielem anderen ein Gelenk oder auch die Gallenblase sein.
Ein Pleuraempyem ist somit eine Eiteransammlung im Pleuraspalt. (Im Spalt zwischen dem Lungenfell und dem Rippenfell).

 

Nach der Anamnese, wird bei Verdacht auf eine Pneumonie, die Lunge mit welchen weiteren einfachen klinischen Untersuchungsmethoden untersucht?

Als Untersuchungsmethoden kommt nach Erhebung einer sorgfältigen Anamnese,
die Perkussion (das Abklopfen der Lunge),
die Auskultation (Abhören der Lunge mit dem Stethoskop),
der Stimmfremitus und die
Bronchophonie
zur Anwendung.

 

Welchen Untersuchungsbefund erwarten Sie bei einer Lungenentzündung bei der Anwendung des Stimmfremitus?

Beim Stimmfremitus lassen Sie den Patienten ein, mit tiefen Vokalen aussprechen. Bewährt hat sich, den Patienten mit möglichst tiefer Stimme 99 sagen zu lassen.
Während der Patient mit tiefer Stimme 99 sagt, legt der Arzt seine Hände auf den seitlichen Brustkorb oder den Rücken in Höhe der Lunge.
Die tiefen Frequenzen des Wortes 99 werden durch die lufthaltigen Alveolen in der gesunden Lunge abgefiltert.
Bei einer Lungenentzündung ist jedoch das Lungengewebe durch Wassereinlagerungen und durch eine Verdichtung des Gewebes verändert. In dieser Situation werden die tiefen Frequenzen bei dem Wort 99 wesentlich besser fortgeleitet.
Bei einer Pneumonie ist der Stimmfremitus also verstärkt!

 

Wie wird eine bakterielle Pneumonie behandelt?

Bakterielle Pneumonien werden durch Antibiotika behandelt.
Dabei muss man in den meisten Fällen mit der antibiotischen Therapie bereits beginnen, bevor der genaue Erreger und eine Antibiotikatestung feststeht. 

 

Zur Behandlung der Pneumonien kommen aber auch Sekretolytica zur Anwendung. Was bewirken Sekretolytica?

Sekretolytica sind Medikamente, die in der Lage sind, einen zähen Schleim in der Lunge zu lösen und zu verflüssigen.
Den gelösten und verflüssigten Schleim vermag der Patient dann besser abzuhusten.

 

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