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Osteoporose: Prüfungsfragen für Heilberufe

Die Osteoporose ist eine Volkskrankheit und häufig Gegenstand von mündlichen aber auch schriftlichen Prüfungen.

Wenn Sie die Fragen zur Osteoporose im Prüfungs-Modus beantworten wollen, so können Sie durch Anklicken der unten stehenden Schaltfläche zunächst alle Antworten verbergen:

 

Welcher deutsche Ausdruck wird für die Krankheit Osteoporose verwendet? 

Im deutschen wird die Osteoporose auch als Knochenschwund oder als Knochenschwund-Krankheit bezeichnet.  

Was ist eine Osteoporose? 

Bei der Osteoporose (Knochenschwund) kommt es zu einer Abnahme der Knochendichte. Der Knochenschwund bei der Osteoporose betrifft sowohl die organischen Anteile des Knochens als auch die mineralischen Anteile des Knochens.  Sie können den Begriff Osteoporose auch definieren als einen generalisierten Abbau von Knochengewebe.
(Man muss dazu wissen, dass der Knochen sich in einem steten Aufbau und Abbau befindet. Bei der Osteoporose überwiegt bei weitem der Abbau des Knochens!). 

 

Nennen Sie noch einmal zu Wiederholung die Knochenzellen, die den Knochen aufbauen und abbauen! 

Die Osteoblasten sind Zellen im Knochen, die den Knochen aufbauen. 
Die Osteoklasten sind Zellen im Knochen, die den Knochen abbauen. 

 

 

Im Zusammenhang mit dem Begriff Osteoporose hört man gelegentlich auch den Begriff Osteomalazie. Bedeuten Osteoporose und Osteomalazie das gleiche?   

  • Nein! Sowohl die Osteoporose als auch die Osteomalazie sind Erkrankungen des Knochens.  Bei der Osteoporose findet sich ein Knochenschwund, der sowohl die organischen als auch die mineralischen Anteile (zum Beispiel das Calcium im Knochen) betrifft.  Bei der Osteomalazie besteht die erhöhte Tendenz zur Verbiegung des Knochens als Folge eines Mangels an Calcium. (Dabei wird der Calciummangel bei der Osteomalazie meist durch einen Mangel an Vitamin-D verursacht). 

  • Noch einmal zur Vertiefung: bei der Osteoporose mangelt es dem Knochen sowohl an mineralischen Substanzen (Calcium) als auch am organischen Substanzen!
    Bei der Osteomalazie besteht im Knochen ein Mangel vorwiegend an mineralischen Substanzen – wie zum Beispiel Calcium – meist infolge eines Vitamin D Mangels.   

 

Mit welchem Fachausdruck wird die Osteomalazie bezeichnet, wenn die Erkrankung im Kindesalter auftritt? 

Das der Osteomalazie entsprechende Krankheitsbild im Kindesalter ist die Rachitis.  

 

Bei der Osteoporose kommt es zu einem generalisierten Schwund an Knochenmasse. Welche Gefahr ist mit der Verminderung der Knochenmasse verbunden?    

 Die große Gefahr bei einer Osteoporose ist das Risiko eine Knochenfraktur (Knochenbruch) zu erleiden!  

 

Welche Frakturen beobachtet man bei einer Osteoporose besonders häufig? 

Bei einer Osteoporose kommt es besonders häufig zu:   

Frakturen der Wirbelkörper, 
Schenkelhalsfrakturen, 
Radiusfrakturen, 
Frakturen am Oberarmkopf, 
Frakturen des Beckens 

 

Sie haben oben gelernt, dass bei einer Osteoporose es gehäuft zu Frakturen der Wirbelkörper kommt. Welche Beschwerden und äußerlich sichtbare Veränderung sind mit osteoporotisch entstandenen Frakturen der Wirbelsäule verbunden? 

Betroffene, die an osteoporotischen Wirbelkörperfrakturen leiden, berichten über Rückenschmerzen. Patienten schildern, dass Ihre Körpergröße abgenommen habe. Bei Betrachtung der Wirbelsäule erkennt man eine ausgeprägte Kyphose. 


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Sie haben oben gelernt, dass es im Zusammenhang mit osteoporotischen Frakturen an der Wirbelsäule zur Abnahme der Körpergröße kommen kann. Begründen Sie dies! 

Die Wirbelsäule hat physiologische Krümmungen.
Unter anderem findet sich im Brustbereich eine physiologische Kyphose.  Durch osteoporotischen Frakturen wird nicht nur die Höhe eines einzelnen Wirbelkörpers gemindert, sondern es kommt auch zu einer pathologischen (krankhaften) Verstärkung der Krümmungen der Wirbelsäule besonders im Bereich der Brustwirbelsäule. 
Wirbelsäule mit physiologischen Krümmungen  Osteoporose

Die Abbildung oben links zeigt noch einmal die einzelnen Abschnitte der Wirbelsäule und die physiologischen Krümmungen der Wirbelsäule.
Die Abbildung rechts verdeutlicht den Effekt der Größenabnahme durch Zusammensintern der Wirbelkörper und gleichzeitig verstärkter Kyphose. 

 

Wie wird umgangssprachlich die bei einer Osteoporose häufig zu beobachtende starke Kyphosierung der Brustwirbelsäule bei älteren Frauen genannt? 

Die starke Krümmung der Brustwirbelsäule im Sinne einer pathologischen Kyphose wird umgangssprachlich als Witwenbuckel bezeichnet.   

Bei der Osteoporose werden zwei unterschiedliche Osteoporosetypen unterschieden! Welche zwei Osteoporosetypen sollten Sie kennen? 

Die primäre Osteoporose, die mehr als 90 % aller Osteoporosefälle ausmacht; 
die sekundäre Osteoporose. 

Welche Ursache hat die primäre Osteoporose?  

Die Ursache der primären Osteoporose ist unbekannt. Hingegen kennt man als Ursache für die sekundäre Osteoporose eine Vielzahl von Gründen für die Entstehung der Osteoporose. 

Hinweis: wenn Sie in der Medizin die Bezeichnung primäre Osteoporose, primäre Arthrose, primäre Hypertonie usw. lesen, sollten Sie immer wissen, dass bei dieser Krankheitsbezeichnung eine weitergehende Ursache unbekannt ist! 

 

Die Einnahme eines sehr bekannten Medikaments führt bei Langzeiteinnahme zur sekundären Osteoporose mit dem Risiko pathologischer Frakturen. Wissen Sie welches Medikament hier gemeint ist? 

Die Langzeiteinnahme von Cortisonpräparaten hat unter vielem anderen die Nebenwirkung einer sekundären Osteoporose mit dem damit verbundenen Risiko von Frakturen. 

Für die bereits fortgeschrittenen Leser seien hier noch weitere Medikamente genannt, die bei Langzeitanwendung zur sekundären Osteoporose führen: Heparin und die Einnahme von Antikoagulanzien, die das Vitamin K hemmen. (Marcumar).
Aber auch Zytostatika (Krebsmittel) oder Medikamente zur Blockierung der Magensäure führen bei Langzeiteinnahme zur Osteoporose. 

Für die sekundäre Osteoporose gibt es eine Reihe von hormonellen Gründen. Können Sie einige hormonelle Erkrankungen nennen, die zur sekundären Osteoporose führen? 

Zur sekundären Osteoporose führt der Morbus Cushing. Beim Morbus Cushing kommt es zu einer gesteigerten Cortisonbildung. Es tritt am Knochen der gleiche Effekt auf, wie bei der Langzeiteinnahme von Cortisonpräparaten. 
Weitere hormonelle Erkrankungen, die zur sekundären Osteoporose führen sind der Hyperparathyreoidismus und die Hyperthyreose. Beim Hyperparathyreoidismus entsteht die sekundäre Osteoporose durch eine Überproduktion von Parathormon, dass dem Knochen das Calcium entzieht. 

Können Sie eine psychische Erkrankung nennen, bei der oft bereits bei jungen Frauen eine sekundäre Osteoporose beobachtet werden kann? 

Gemeint ist hier die Anorexia nervosa (Magersucht). 

 

 

Nennen Sie zwei bekannte entzündliche Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts, die zu einer sekundären Osteoporose führen können? 

Es sind dies der Morbus Crohn und die Colitis ulcerosa. Kommt es im Rahmen dieser Krankheiten zu langstreckigen entzündlichen Veränderungen im Darm, so ist eine Malabsorption die Folge und es entsteht sekundär ein Mangel an Calcium und anderen Bausubstanzen des Knochens. 
(Bei einer Malabsorption können im Darm die korrekt aufgespaltenen Nahrungsbestandteile nicht in die Darmwand aufgenommen und/oder nicht mehr abtransportiert werden). 

Neben den schon genannten Ursachen für eine sekundäre Osteoporose, sollten auch der Alkoholismus, der Diabetes mellitus, die Mangelernährung und besonders auch der Bewegungsmangel nicht unerwähnt bleiben.

Mit welchem Fachausdruck wird die besondere Form der sekundären Osteoporose bezeichnet, die durch Bewegungsmangel zustande kommt? 

Inaktivitätsosteoporose. 

Bei der Diagnostik der Osteoporose wurde bereits weiter oben erwähnt, dass Rückenschmerzen, eine pathologische Kyphose (Witwenbuckel) und eine ungewöhnliche Verringerung der Körpergröße Leitsymptome für die Osteoporose sind.

Im Zusammenhang mit der klinischen Diagnostik der Osteoporose wird manchmal auch der Tannenbaumeffekt genannt. Was versteht man unter dem Tannenbaumeffekt bei der Osteoporose? 

Hautfalten am Rücken. Die schlafen queren Hautfalten entstehen durch das Zusammensintern der Wirbelkörper besonders im Brustbereich. (Durch das Zusammensintern der Wirbelkörper verlieren die Weichteile ihre vormalige Spannung). 

Um den Tannenbaumeffekt zu verstehen, stellen Sie sich die Wirbelsäule als Stamm des Tannenbaums vor. Die schlaffen Hautfalten infolge der verminderten Länge der Wirbelsäule, wirken dann wie die Äste eines Tannenbaums. 

 

Warum sind Röntgenuntersuchungen der Brustwirbelsäule und oder der Lendenwirbelsäule bei Verdacht auf Osteoporose sinnvoll? 

Die Röntgenuntersuchungen der Brustwirbelsäule bzw. der Lendenwirbelsäule dienen dem Erkennen eventuell vorhandener osteoporotischer Frakturen.
Mittels Röntgenuntersuchung der Lendenwirbelsäule oder der Brustwirbelsäule kann auch die Höhenminderung eines einzelnen Wirbels oder mehrerer Wirbel abgeschätzt werden.   

 

Zur Diagnostik der Osteoporose wird auch die Osteodensitometrie eingesetzt. Was ist mit dem Begriff Osteodensitometrie gemeint. 

Unter Osteodensitometrie versteht man die Dichtemessung des Knochens.   

 

Eine Osteoporose kann vermieden oder zumindest abgemildert oder herausgezögert werden durch zwei einfache Verhaltensweisen. Welche Verhaltensweisen sind gemeint? 

Körperliche Aktivität und die Exposition von Sonnenlicht für mindestens eine halbe Stunde täglich. 
Durch körperliche Aktivität werden die Osteoblasten (Knochenaufbauende Zellen) angeregt und bilden vermehrt neue Knochensubstanz. 

Begründen Sie, warum eine Exposition von Sonnenlicht für mindestens eine halbe Stunde täglich, vorbeugend oder abmildern auf eine Osteoporose wirkt! 

Die Exposition der Haut in der Sonne führt zu einer vermehrten Bildung von Vitamin D.
Das Vitamin D ist ein ganz besonderes Vitamin, dass eine zentrale Rolle bei der Regulierung des Calciumsspiegels im Blut und damit beim Knochenaufbau hat.
Das Vitamin D wird zum Teil mit der Nahrung aufgenommen. Vitamin D kann jedoch auch in der Haut durch Sonnenlicht aus einer Vorstufe gebildet werden. 

 

Zur Vorbeugung einer Osteoporose werden neben körperlicher Bewegung und Sonnenexpositionen auch eine Calciumreiche Ernährung empfohlen. Nennen Sie einige Lebensmittel, die viel Calcium enthalten! 

Calcium ist in Milch oder Milchprodukten aber auch in grünem Gemüse wie Grünkohl oder Brokkoli enthalten. Auch Nüsse enthalten recht viel Calcium.   
Zur Pharmakotherapie der Osteoporose werden unter anderem auch Bisphosphonate empfohlen. Bisphosphonate hemmen unter anderen den Knochenabbau durch Verminderung der Aktivität von Osteoklasten.

 

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