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MC-Fragen rheumatische Erkrankungen für Heilberufe

Bei welcher der genannte Erkrankungen erwarten Sie am ehesten einen positvien Rhemafaktor?  (Einfach-Auswahl)

A  Morbus Bechterew
B   systemischer Lupus erythematodes
C   rheumatoide Arthritis
D   Polyarthrose
E   Sklerodermie

Angekreuzt werden muss die Antwort C:
Bei etwa 3/4 aller Patienten mit einer rheumatoiden Arthritis ist der Rheumafaktor positiv.
Der Nachweis eines Rheumafaktors im Labor ist allerdings kein Beweis für eine rheumatoide Arthritis, da der Rheumafaktor auch bei anderen Krankheit nachweisbar sein kann.

Wie nennt man eine Arthrose am Schulterhauptgelenk?  (Einfach-Auswahl)

A  Omarthrose
B   AC-Arthose
C   Bouchard-Arthrose
D   Rhizarthrose
E   Coxarthrose

Angekreuzt werden muss die Antwort A:
Die Arthrose am Schulterhauptgelenk heißt Omarthrose. Die AC-Arthrose ist eine Arthrose am Schultereckgelenk.
Bouchard-Arthose = Arthrose am Fingermittelgelenk,
Rhizarthrose = Arthrose des Daumensattelgelenks
Coxarthrose = Arthrose des Hüftgelenkes

 

 

Welche Aussage(n) zum Lupus erythematodes sind zutreffend?

Mehrfachauswahl

a   kann durch Sonneneinstrahlung ausgelöst werden
b   Männer und Frauen sind etwa gleich häufig betroffen
c   an der Niere kommt es häufig zu einer eitrigen Pyelonephritis
d   ganz unterschiedliche innere Organe können betroffen sein
e   kann durch Medikamente ausgelöst werden

  richtig sind nur a +  b
  richtig sind nur c + d + e
  richtig sind nur  d + e
  richtig sind nur   a + d + e
  richtig sind alle Antworten

Die richtige Antwort D.
Der Lupus erythematodes kann ausgelöst werden durch Sonneneinstrahlung, Schwangerschaft und Entbindung sowie besonders auch durch Medikamente.
Ein durch Medikamente ausgelöster Lupus erythematodes klingt nach Absetzen der Medikamente wieder ab.
Ein Lupus erythematodes führt häufig zu einer Glomerulonephritis, aber nicht zu einer eitrigen Pyelonephritis. 80-90 % aller Patienten mit einem Lupus erythematodes sind Frauen.

Welche zwei der genannten Erkrankungen rechnet man zu den Kollagenosen?

Zweifach-Auswahl

a   systemische Skleodermie
b   systemischer Lupus erythematodes
c    juvenile rheumatoide Arthritis
d   Epikondylitis
e   Morbus Bechterew

  richtig sind nur   A + B
  richtig sind nur   B + D
  richtig sind nur   C + E
  richtig sind nur   D + E
  richtig sind nur   A + E

Die richtige Antwort lautet A
Zu den Kollagenosen gehören:
systemischer Lupus erythematodes (häufigste Kollagenose)
systemische Sklerodermie
Polymyositis und Dermatomyositis
die Panarteritis (multiple Gefäßentzündungen)
die Mischkollagenose
Gemeinsam ist allen Kollagenosen, die systemische Entzündung des Bindegewebes aufgrund einer Autoimmunreaktion.
Mit dem Begriff "systemisch" ist gemeint, dass auch innere Organe betroffen sind.
(Zur Beantwortung von MC-Fragen ist es hilfreich wenn man weiß, dass Frauen bei den meisten Kollagenosen häufiger betroffen sind als Männer!)

Welche Symptome und Veränderungen sind für eine rheumatoide Entzündung typisch?

Mehrfachauswahl

a   Befall der Fingerendgelenke
b   ulnare Deviation der Finger
c   Steifigkeit der Gelenke am Morgen länger als 30 Minuten
d   erhöhter Harnsäurewert
e   Gelenkentzündungen in mindestens drei Gelenkregionen

  richtig sind nur   a + b
  richtig sind nur   a + b + c
  richtig sind nur   b + c + e
  richtig sind nur   b + c + d + e
  richtig sind alle Antworten

Die richtige Antwort lautet C
Die rheumatoide Arthritis befällt häufig die Fingergrundgelenke und auch die Fingermittelgelenke. Infolge des Befalles der Fingergrundgelenke kann es zu seitlichen Abweichung der Finger in Richtung Elle kommen (ulnare Deviation)
Der Befall der Endgelenke der Finger, ist typisch für eine Heberden-Arthrose oder eine Psoriasis-Arthritis.
Bei einer Gelenkschwellung und einem erhöhten Harnsäurewert sollte man zuerst an eine Gicht denken.
Eine länger Morgensteifigkeit und das Betroffensein mehrerer Gelenke (auf beiden Körperseiten) sind typische Veränderungen, die bei einer rheumatoiden Arthritis (cP) zu erwarten sind.

 

Bei welcher der genannte Erkrankungen erwarten Sie am ehesten eine HLA-B27 positive Laboruntersuchung ?  (Einfach-Auswahl)

A  Morbus Bechterew
B   systemischer Lupus erythematodes
C   rheumatoide Arthritis
D   Polyarthrose
E   juvenile rheumatoide Arthritis

Angekreuzt werden muss die Antwort A:
Etwa 90% aller Patienten mit einem Morbus Bechterew sind HLA-B27 positiv!
Merke: Ein Nachweis von HLA-B27 ist kein Beweis für einen Morbus Bechterew. Bei rund 10 % aller Menschen lässt sich im Labor ein HLA-B27 Eiweiß finden!
Das HLA-B ist ein Eiweiß (Protein), dass sich auf nahezu allen Zelloberflächen findet und wichtige Funktionen im Immunsystem steuert.

 

 

Bei welcher der genannte Erkrankungen erwarten Sie am ehesten ein positives Forestier-Zeichen?  (Einfach-Auswahl)

A  ankylosierende Spondylitis
B   juvenile rheumatoide Arthritis
C   rheumatoide Arthritis
D   Ruptur der Rotatorenmanschette
E   Karpaltunnelsyndrom

Angekreuzt werden muss die Antwort A:
Die Bezeichnungen: ankylosierende Spondylits, Spondylits ankylodpoetica und Morbus Bechterew bezeichnen die gleiche Krankheit.
Ein typisches Symptom des Morbus Bechterew ist die "Verkrümmung" der Wirbelsäule nach vorne (ventral). Stellt man einen Patienten mit (unbehandletem) Morbus Bechterew mit dem Rücken zur Wand, so kann dieser häufig den Hinterkopf nicht an die Wand anlehnen. In diesem Fall spricht man von einem positiven Forestier-Zeichen

Welche zwei Aussagen zur Schwanenhalsdeformität sind richtig?

Zweifach-Auswahl

a   kommt nur bei der rheumatoide Arthritis vor
b   das Mittelgelenk des Fingers steht in Beugestellung
c   das Mittelgelenk des Fingers ist überstreckt 
d   das Endgelenk des Fingers ist gebeugt
e   das Grundgelenk des Fingers ist überstreckt

  richtig sind nur   a +  e
  richtig sind nur   b + c
  richtig sind nur   c + e
  richtig sind nur   d + e
  richtig sind nur   c + d

Die richtige Antwort-Kombination lautet  E:  
Bei einer Schwanenhalsdeformität sind das Mittelgelenk des Fingers überstreckt und gleichzeitig das Endgelenk des Fingers gebeugt.
Eine Schwanenhalsdeformität findet man nicht nur bei der rheumatoiden Arthritis sondern z. B. auch nach Verletzungen.

Welche Aussage zum Gaenslen-Handgriff trifft zu?  (Einfach-Auswahl)

A  ist typisch für ein rheumatisches Fieber
B   ist ein Hinweis für einen Befall der Halswirbelsäule bei rheumatoider Arthritis
C   beim Zusammendrücken der Finger berichten Patienten über starke Schmerzen in der Hand
D   kommt häufig beim Morbus Bechterew vor
E   wird durch Handdruck auf eine kranke Hüfte - z. B. bei Coxarthrose - geprüft

Angekreuzt werden muss die Antwort C:
Das quere Zusammendrücken einer Hand (z.B. bei der Begrüßung eines Patienten), löst bei einer rheumatoiden Arthritis und Befall der Fingergrundgelenke starke Schmerzen aus.
Einen analogen Test nach Gaenslen kann man auch durch Zusammendrücken des Vorfußes durchführen.

Welche Aussagen zur Polymyalgia rheumatica sind richtig?

Mehrfachauswahl

a    sehr starke Schmerzen in den Muskeln
b    sehr stark erhöhte Blutsenkung
c    kommt häufig bei jungen Frauen vor
d   die Erkrankung tritt häufig zusammen mit einer Arteriitis temporalis auf
e    der Hb-Wert liegt meist über 18 g/dl

  richtig sind nur   a + b + d
  richtig sind nur   a + b + c
  richtig sind nur   b + c + e
  richtig sind nur   b + c + d + e
  richtig sind alle Antworten

Angekreuzt werden muss die Antwort A:
Die Polymyalgia rheumatica ist eine hochentzündliche rheumatische Erkrankung, für die folgende 3 Symptome charakteristisch sind:
sehr starke Muskelschmerzen (besonders an Schulter und Becken),
extrem stark erhöhte BSG
Anämie (Blutarmut)
In etwa jedem 2. Erkrankungsfall ist die Polymyalgia rheumatica von einer Arteriitis temporalis begleitet. In der großen Mehrzahl der Fälle sind von der Polymyalgia rheumatica Menschen älter als 60 Jahre betroffen.

 

 

Welche Veränderungen finden Sie im typischen Fall eines Morbus Scheuermann?

Mehrfachauswahl

a   Rundrücken
b   verstärkte Lordose in der Lendenwirbelsäule
c   verstärkte Kyphose in der Bruswirbelsäule
d   Schmerzen im Hüftgelenk bei Belastung
e   Schmorl'sche Knötchen

  richtig sind nur  a  + b
  richtig sind nur  b + e
  richtig sind nur  a + c + e
  richtig sind nur  a + d + e
  richtig sind alle Antworten

Die richtige Antwort-Kombination lautet:  C
Der Morbus Scheuermann ist eine Wachstumsstörungen der Wirbelsäule, dessen auffälligstes Zeichen der Rundrücken ist. (auch Schneiderbuckel genannt).
Dabei verkrümmt sich die Brustwirbelsäule über das physiologische Maß hinaus. Im Normalfall finden wir an der Brustwirbelsäule eine Kyphose. (Dies ist eine Beugung der Wirbelsäule nach vorne).
Diese physiologische Kyphose es beim Morbus Scheuermann erheblich verstärkt.
Schmorl'sche Knötchen sind ein typisches Röntgenzeichen beim Morbus Scheuermann. Hierbei handelt es sich bis zu kirschgroße Aussparungen in den Wirbelkörpern, die Verbindung mit dem Zwischenwirbelraum haben. Es handelt sich dabei Höhlen in der Spongiosa der Wirbelkörper, die mit Gewebe aus den Bandscheiben gefüllt sind.

 

Wie nennt man eine seitliche Verbiegung der Wirbelsäule?  (Einfach-Auswahl)

A  Skoliose
B   Morbus Bechterew
C   Kyphose
D   Morbus Scheuermann
E   Lordose

Angekreuzt werden muss die Antwort A.
Die Skoliose ist eine krankhafte Seitwärtskrümmung der Wirbelsäule.

Welche Untersuchungsbefunde finden Sie in einem typischen Fall eines Morbus Reiter?

Mehrfachauswahl

a   Nachweise eines HLA-B27-Antigens
b   Schwellungen eines oder einiger weniger Gelenke
c   Konjunktivitis
d   Nachweis von Chlamydien im Gelenkpunktat
e   positiver Rhemafaktor

  richtig sind nur  a  + b
  richtig sind nur  b + d + e
  richtig sind nur  a + b + c
  richtig sind nur  b + c + e
  richtig sind alle Antworten

Richtig ist die Antwort C:
Neben dem Morbus Bechterew lässt sich auch beim Morbus Reiter meist ein positiver Nachweis eines HLA-B27- Antigens führen.
Typische für den Morbus Reiter ist die reaktive Arthritis eines oder einiger weniger Gelenke (Monarthritis, Oligoarthritis).
Im Gelenkpunktat eines Morbus Reiters findet sich kein Nachweis von Bakterien. Bakterien - z.B. Chlamydien - lassen sich manchmal im Abstrich aus der Harnröhre nachweisen.
Am Auge ist beim Morbus Reiter eine Konjunktivitis oder Uveitis zu erwarten.


 

 

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