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mündliche Prüfungsfragen: Herz-Infarkt

Was ist ein Herz-Infarkt?

Der akute Herz-Infarkt - auch Myokard-Infarkt genannt - ist eine Nekrose (Absterben) von Zellen des Herzmuskels.

 

Welche typischen Zeichen des Herz-Infarktes kennen Sie?

Im typischen Fall ist das Leitsymptom des Herzinfarktes der akut einsetzende Schmerz im Brustraum (hinter dem Brustbein) der länger als 15 - 30 Minuten dauert!  (dieses Symptom haben etwas 2/3 der Infarkt-Patienten). Diese Schmerzen strahlen oft in Arme, Schulterblatt, Hals und Kiefer aus.

weitere typische Symptome des Herz-Infarktes sind:

  • starkes Gefühl der Enge im Brustraum, auch als Druckgefühl geschildert

  • Atemnot

  • kalter Schweiß

  • blasse und fahle Gesichtsfarbe

  • Atemnot und Angst

  • Übelkeit, Erbrechen Oberbauchschmerzen (besonders bei Hinterwand-Infarkt)

 

 

Welche Symptomatik wäre für einen Herz-Infarkt eher atypisch?

wichtig: atypische Symptome sind beim Herz-Infarkt durchaus häufig!  So kann ein Patient mit atypischen Beschwerden aber später nachgewiesenem Herz-Infarkt klagen über:

  • Übelkeit und rechtsseitigen Brustschmerz

  • Schmerzen in Hals und Kiefer

  • Schmerzen im Oberbauch

 

Bei welchen Patienten ist die Wahrscheinlichkeit besonders hoch, dass nach einem Herz-Infarkt atypische Symptome auftreten?

  • Diabetiker

  • Frauen

  • sehr alte oder sehr junge Patienten

 

Was versteht man unter einem stummen Herz-Infarkt?

Unter einem stummen Myokard-Infarkt versteht man einen ohne klinische Symptom verlaufenden Herz-Infarkt, der bei späteren Untersuchungen (EKG, Gefäßdarstellung) nachgewiesen wird. Etwas 20 - 30 % aller Herz-Infarkte verläuft stumm!

 

Was ist die Ursache des Herz-Infarktes?

Die häufigste Ursache des Myokard-Infarktes ist die Sauerstoffnot (Ischämie) des Herzmuskels als Folge eines  akuten Verschluss einer Koronararterie. (z.B bei Ablösen eines arteriosklerotischen Plaques)

 

 

Andere Ursache sind der Herzinfarkt im Zusammenhang mit einer Operation an einer Herzarterie, der Verschluss eines Stents ( das ist eine in die Arterie eingebrachtes Systems, dass bei guter Funktion den Blutfluss in einer verengten Koronararterie sichern soll).

Seltenere Ursachen des Herz-Infarktes sind Embolien der Koronararterien oder auch Spasmen

Was versteht man unter einem akuten Koronar-Syndrom (ACS) ?

Unter einem akuten Koronar-Syndrom (ACS) werden zusammengefasst:

  • die instabile Angina pectoris

  • der akute Herzinfarkt (mit oder ohne S-T-Hebung im EKG)

Der Sinn des Oberbegriffes - akuten Koronar-Syndrom (ACS) - liegt darin, dass in der frühen Phase der Untersuchung aufgrund der Schilderung der Beschwerden und aufgrund rein klinischer Symptome eine instabile Angina pectoris nicht von einem Herz-Infarkt zu unterscheiden ist.

 

Welche zwei weiteren lebensbedrohlichen Krankheitsbilder sollten bei einem akut aufgetretenen retrosternalen Schmerz noch erwogen werden?

  • Lungenembolie

  • Ruptur eines Aneurysma der Brustaorta

 

Welche EKG-Veränderung macht einen Herz-Infarkt sehr wahrscheinlich

Die (neu aufgetretene) Hebung der S-T-Strecke in mindestens 2 zusammengehörigen EKG-Ableitungen. Wichtiger Hinweis: in den ersten Stunden nach einem Infarkt ist das EKG oft unauffällig!)

 

Welche kardialen Marker haben die größte Bedeutung bei der Verdachts-Daignose Herz-Infarkt?

  • kardiales Troponin I

  • kardiales Troponin T

Diese Troponine kommen beim Gesunden nicht im Blut vor. Man findet sie jedoch bei der Schädigung eines Herzmuskels.

Die Troponine beweisen allein dein Infarkt nicht!. Auch andere Schädigungen des Herzmuskels (z. B. einer Myokarditis = Entzündung des Herzmuskels) lässt die Troponine ansteigen.

Mittels der Troponine kann jedoch ein Herz-Infarkt von einer instabilen Angina differenziert werden! 

Wichtig: die Troponine sind mehrfach zu kontrollieren!   Lassen sich keine Troponine 12 Stunden nach dem vermuteten Infarkt nachweisen, so liegt mit hoher Wahrscheinlichkeit kein Herz-Infarkt vor!

 

Was versteht man unter einem transmuralen Herz-Infarkt?

Beim transmuralen Herz-Infarkt sind alle Wandschichten des Herzens von der Nekrose (Tod der Zellen) betroffen. Typisch für den transmuralen Infarkt ist die S-T-Hebung im EKG.

Beim nicht transmuralen Infarkt (auch manchmal Innenschicht-Infarkt genannt) liegt die Nekrose des Herzmuskels unter dem Endokard und reicht nicht durch alle Wandschichten!

 

Gibt es Warnhinweise, die auf einen drohenden Herzinfarkt hinweisen?

Bei etwas 60 % der Betroffenen treten vor dem eigentlichen Infarkt gehäuft Anfälle einer Angina pectoris auf.

 


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Mit welchen Komplikationen ist im Zusammenhang mit einem Herz-Infarkt zu rechnen?

Die Möglichkeiten der Komplikationen nach einem Herz-Infarkt ist sehr hoch und oft auch akut lebensbedrohend:

  • Herz-Rhythmusstörungen  (häufigste Komplikation, die man zumindest vorübergehende bei 80 % der Fälle findet)

  • Kammerflimmern

  • kardiogener Schock  (massiver RR-Abfall)

  • akute und chronische Herz-Insuffizienz

  • Riss der Herzwand (Myokardruptur) mit nachfolgender Tamponade des Herzbeutels

  • Aneurysma der Herzwand

  • Abriss eines Papillarmuskels mit nachfolgender Klappen-Insuffizienz

 

Wie soll ein Patienten mit Verdacht auf Herzinfarkt gelagert werden?

Schon bei Verdacht auf einen Herzinfarkt soll der Patient mit etwa 30° erhobenen Oberkörper gelagert werden. Alle beengende - die Atmung störende - Bekleidung ist zu entfernen.

Wenn möglich Sauerstoffzufuhr über Maske oder Nasensonde

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