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Auskultation bei Herzgräuschen: Prüfungsfragen für Heilberufe

Wenn Sie die Fragen zur Auskultation von Herzgräuschen im Prüfungs-Modus beantworten wollen, so können Sie durch Anklicken der unten stehenden Schaltfläche zunächst alle Antworten verbergen:

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Wie entstehen Herzgeräusche?

Herzgeräusche entstehen durch Verwirbelungen des Blutes.

 

In welche 2 großen Gruppen werden die Herzgeräusche eingeteilt? 

Die Herzgeräusche werden als systolische oder als diastolische Herzgeräusche charakterisiert.

 

Ein besonders auffallendes Geräusch – man spricht auch vom Maschinengeräusch – findet man sowohl in der Systole als auch in der Diastole.

Für welche Erkrankung ist das systolisch-diastolische Maschinengeräusch typisch?

Für einen offenen Ductus arteriosus (Botalli).
(Der Ductus arteriosus (Ductus arteriosus Botalli,) ist im fetalen (vorgeburtlichen) Blutkreislauf eine Gefäßverbindung zwischen Aorta und Truncus pulmonalis (Lungenarterie). Im Regelfall schließt sich der Ductus arteriosus innerhalb der ersten Wochen nach der Geburt.

 

 

In der Mitte der Systole hören Sie einen klickartigen Extraton. Worauf deutet dieser Klick mit Wahrscheinlichkeit hin?

  • Ein Klick in der Systole ist vermutlich ursächlich auf einen Mitralklappenprolaps zurückzuführen.

  • Der Mitralklappenprolaps ist ein bei etwa 5 % der Erwachsenen vorkommender Herzfehler. Der Mitralklappenprolaps entsteht durch eine während der Systole auftretende Vorwölbung der Mitralklappensegel.

 

Welche Form des Herzgeräusches erwarten Sie bei einer Aortenklappenstenose und bei einer Pulmonalklappenstenose?

Typisch für die Stenosen der Taschenklappen sind systolische Geräusche. Bei der Aortenklappenstenose werden diese Geräusche auch bis in die Carotiden fortgeleitet.

Hinweis: weisen Sie im Zusammenhang mit der Herzauskultation auch stets darauf hin, dass Sie neben den typischen Auskultationsstellen für das Herz auch stets die Carotiden mit untersuchen.

 

Welches Geräusch erwarten Sie bei einer Mitralklappenstenose?

Typisch für eine Mitralklappenstenose ist ein in der Diastole auftretendes Geräusch.

 

Versuchen Sie zu begründen, warum bei einer Mitralklappenstenose ein in der Diastole auftretendes Geräusch typisch ist!

Geräusche entstehen durch Verwirbelungen des Blutstroms. Öffnet sich die Mitralklappe nicht richtig, so entsteht ein Geräusch. Im nächsten Schritt muss man sich fragen, wann öffnet sich die Mitralklappe!
Die Mitralklappe ist während der Systole geschlossen. (Andernfalls würde Blut bei der Kontraktion des Ventrikels in die Vorhöfe strömen).
Während der 2. Phase der Diastole – der Füllungsphase – öffnet sich die Mitralklappe. Kann sich bei einer verengten Mitralklappe, die Mitralklappe nicht richtig öffnen, so entstehen die Verwirbelungen des Bluts – und damit die entsprechenden Herzgeräusche – während der Diastole auftreten.

 

Begründen Sie nun auf vergleichbare Weise, warum bei einer Aortenstenose ein systolisches Geräusch zu erwarten ist!

Bei der Diastole des Herzens sind die Taschenklappen – und damit auch die Aortenklappe – geschlossen. Die Aortenklappe öffnet sich während der Austreibungsphase der Systole.
Kann sich die verengte Aortenklappe nicht richtig öffnen, so entstehen die Verwirbelungen des Blutes und damit das Herzgeräusch in der Systole.  

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