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Gastritis (chronische)

Was ist eine chronische Gastritis

Bei jeder Gastritis ist die Entzündung auf die Schleimhaut (Mukosa) des Magens beschränkt! (Diagnose präzise nur histologisch möglich!) Während die akute Gastritis meist binnen Tagen abheilt, besteht die chronische Gastritis über Wochen, Monate und Jahre.

 

Welche Formen der chronischen Gastritis werden unterschieden?

Sehr gebräuchlich ist die ABC Klassifikation der chronischen Gastritis

Typ A = Autoimmun-Gastritis  (nicht einmal 5% der Fälle)

Typ B = Bakterielle Gastritis  (sehr häufig mit circa 85 % und meist verursacht durch Helicobacter)

Typ C = chemisch toxische Gastritis (Noxen wie Alkohol, Nikotin - Medikamente: Cortsion, "Rheumamittel" aber auch Reflux von Galle bei operiertem Magen)

 

 

Welche Symptome verursacht die chronische Gastritis?

Viele Betroffene haben über Jahre  keine oder nur minimale Symptome wie Widerwillen gegen bestimmte Speisen.

Typische Beschwerden einer chronischen Gastritis sind: Schmerzen im Epigastrium (Oberbauch), Übelkeit, Völlegefühl, Erbrechen oder Brechreiz. (Diese Symptomenkonstellation wird zusammengefasst auch als Dyspepsie  bezeichnet.

 

Wie wird die chronische Gastritis diagnostiziert?

Merke: Die Diagnose chronische Gastritis darf nur gestellt werden, wenn mittels Endoskopie (Magenspiegelung) und feingeweblicher (histologischer) Untersuchung ein Magenkarzinom ausgeschlossen wurde.

 

Was ist  besonders an der Typ A Gastritis zu beachten?

Bei der Typ A Gastritis - auch Autoimmun-Gastritis genannt - kommt es durch Autoimmunprozesse  zur Bildung von Antikörper gegen die Belegzellen (Parietalzellen) des Magens. Belegzellen produzierten die Salzsäure und den Intrinsic-Faktor.


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Durch Verminderung der Belegzellen resultieren zwei klinische Symptome:

 Im Magen selbst hat man eine Anazidität, das heißt, der pH-Wert steigt ganz wesentlich an, Salzsäure fehlt. Die Folge dieser Anazidität ist, die wichtigste Funktion der Salzsäure, nämlich die Desinfektion der Nahrung, kann nicht mehr gewährleistet werden. Es besteht das erhöhte Risiko der Bildung eines Magenkarzinoms.

Diese Autoimmungastritis hat jedoch auch noch eine völlig andere Wirkung besonders, wenn sie längere Zeit besteht. Bei dieser Autoimmungastritis oder Typ A-Gastritis, wird nicht nur keine Salzsäure, sondern da nur noch wenig Belegzellen funktionstüchtig sind, auch nur noch in geringem Maße oder gar nicht mehr der Intrinsic-Faktor gebildet.

Die Folge: Trotz Vitamin B12 in der Nahrung fehlt die Resorption des Vitamin B12 im terminalen Ileum. Das Resultat ist die perniziöse Anämie.

Wichtig: Auch bei der Typ A Gastritis (Autoimmun-Gastritis) wird oft Helicobacter pylori nachgewiesen. Eine frühe Beseitigung (Eradikation) dieses Keimes bessert die Erkrankung erheblich!

 

Welche Besonderheiten bestehen bei der Typ Gastritis?

Die chronische Gastritis - Typ B-  wird durch Bakterien - meist Helicobacter pylori - verursacht.

 

Was ist an dem  Helicobacter pylori so besonderes?

Helicobacter pylori ist ein gramnegatives Bakterium, das Ammoniak bilden kann. In dieser alkalischen Schutzschicht vermag  Helicobacter pylori in dem stark sauren Milieu des Magens zu überleben!  die Übertragung von  Helicobacter pylori erfolgt von Mensch zu Mensch und ist in Familien, die auf engem Raum leben höher.

 Helicobacter pylori ist ganz wesentlich an der Entstehung des Magenulcus, der Riesenfalten-Gastritis (Morbus Menetrier) dem Magen-Karzinom und dem Magen-Lymphom beteiligt!

 

Wie häufig ist  Helicobacter pylori?

Bei 25 jährigen kann man den Keim in etwa 25 % der Fälle nachweisen. Im Alter steigt die Zahl der positiven Nachweise von  Helicobacter pylori deutlich an!.

 

Wie wird  Helicobacter pylori nachgewiesen?

Zwei Testverfahren sind besonders wichtig:

Urease Nachweis: benötig ein Biopsie-Präparat aus dem Magen. Ist  Helicobacter pylori im Präparat vorhanden wird Harnstoff in Ammoniak umgewandelt und die Indikator-Substanz verfärbt sich!

Harnstoff-Atemtest: Radioaktiv markierte Harnstoff der geschluckt wird, wird im Magen von Helicobacter pylori aufgespalten. Das im Harnstoff radioaktiv markierte C (Kohlenstoff) wird abgeatmet und kann in der Atemluft nachgewiesen werden. Der Atem-Test eignet sich sehr als Suchtest (Screening) und als Erfolgskontrolle nach einer Antibiotika-Therapie (Eradikation)

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