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Endometriose: Prüfungsfragen für Heilberufe

Die Endometriose ist sehr häufig Gegenstand von mündlichen aber auch schriftlichen Prüfungen.

Wenn Sie die Fragen zur Endometriose im Prüfungs-Modus beantworten wollen, so können Sie durch Anklicken der unten stehenden Schaltfläche zunächst alle Antworten verbergen:

 

zur Einführung in das Krankheitsbild der Endometriose ist zunächst zur Wiederholung. Was versteht man unter dem Endometrium?

Das Endometrium ist der Fachausdruck für die Gebärmutterschleimhaut. Das Endometrium ist eine Schleimhaut, die aus einem Epithelgewebe und zahlreichen Drüsen sowie Blutgefäße besteht.

 

Wo befindet sich das Endometrium genau?

Die Gebärmutterschleimhaut (Endometrium) bedeckt die Innenwand der Gebärmutter (Uterus).
Uterus und Endometrium
nochmals zur Wiederholung: das Endometrium findet man normalerweise nur in der Höhle des Uterus.

Das Endometrium dient der Einnistung (Nidation) der befruchteten Eizelle. Kommt es im Monatszyklus der Frau nicht zur Nidation, wird das Endometrium abgestoßen. (Monatsblutung).

 

Was versteht man unter einer Endometriose? 

Man spricht von einer Endometriose, wenn Endometriumgewebe außerhalb der Gebärmutterhöhle vorkommt!

 

 

Sie lesen in einem Arztbrief, dass bei laparoskopischer Untersuchung des Bauchraums ektopes Endometriumgewebe festgestellt wurde. Erklären Sie die Fachausdrücke in dem vorangegangenen Satz!  

  • Die Laparoskopie – umgangssprachlich spricht man auch von einer Bauchspiegelung - ist eine Untersuchungsmethode, bei der die Bauchhöhle und die darin liegenden Organe mit optischen Hilfsmitteln wie Kameras und dergleichen untersucht werden.

  • Der Begriff ektopes Endometriumgewebe bedeutet, dass Gebärmutterschleimhaut (Endometrium) an einer Stelle gefunden wurde, an der Endometrium bei einer gesunden Frau nicht vorkommt. (Also außerhalb der Gebärmutterhöhle).

    Der Begriff ektop bedeutet in der Medizin stets, an nicht natürlicher Position!

 

Was bedeutet es, wenn man sagt, der Morbus Crohn befällt den Verdauungstrakt diskontinuierliche?

Der diskontinuierliche Befall bei Morbus Crohn bedeutet beispielsweise, dass bei einem Patienten das terminale Ileum (letzter Abschnitt des Dünndarms) ein Teil des Colons (Dickdarms) und auch ein Teil der Speiseröhre (Ösophagus) befallen ist.

 Neben diesen vom Morbus Crohn befallenen Abschnitten finden sich völlig gesunde Bereiche des Verdauungstrakt.

 

Ist die Endometriose eine gutartige (benigne) oder bösartige (maligne) Erkrankung?

Die Endometriose ist eine benigne, chronisch schmerzhafte Erkrankung, von der etwa 1 bis 3 % aller Frauen betroffen sind!

 

Sie lesen in einem Lehrbuch, dass die Beschwerden bei der Endometriose zyklusabhängig sind! Können Sie erklären, warum die Beschwerden bei einer Endometriose mit dem Menstruationszyklus schwanken?

Die ektopen Endometrium-Inseln im Bauchraum der Frau unterliegen - genau wie das Endometrium in der Gebärmutterhöhle - den hormonellen Einflüssen.
D. h. auch die einzelnen Herde der Endometriose bauen sich auf und um wie die normale Gebärmutterschleimhaut und es kommt am Ende des Zyklus auch zu Blutungen in den ektopen gelegenen Endometriumherden. Dies erklärt die unterschiedliche Symptomatik während des Menstruationszyklus

 

Endometrioseherde findet man unter anderem in Organen des kleinen Beckens. Besonders häufig betroffen von einer Endometriose sind die Ovarien.

Erklären Sie aus Ihrer Kenntnis der Anatomie, wie Schleimhautinseln vom Inneren der Gebärmutter (Cavum uteri) zu den Ovarien (oder auch zu anderen Organen im kleinen Becken) gelangen können!

Eine der möglichen Ursachen der Endometriose ist die retrograde Menstruation. Hierunter versteht man, dass die Gebärmutterschleimhaut am Ende des Zyklus, nicht wie üblich über die Vagina abgestoßen wird, sondern einen falschen (retrograden) Weg nimmt. Dabei gelangen Teile der Gebärmutterschleimhaut über den Eileiter in die Bauchhöhle.
Aufgrund der engen Nachbarschaft zwischen Ovar (Eierstock) und Tube (Eileiter), gelangen Teile der Gebärmutterschleimhaut häufig auf den Eierstock und wachsen hier an.
Grundsätzlich können Endometriumherde jedoch an praktisch allen Organen des Bauchraums vorkommen!

Hinweis für die fortgeschrittenen Leser: die retrograde Menstruation ist jedoch keineswegs die einzige mögliche Ausbreitung. Man hat auch bereits Endometriumherde in der Lunge nachgewiesen. Die plausibelste Erklärung hierfür ist eine Übertragung des Endometriums auch über dem Blutweg.


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Auch die Muskulatur der Gebärmutter (Uterus) kann eine Endometriose entwickeln. Wie wird diese spezielle Form der Endometriose genannt?

Der Befall der Gebärmuttermuskulatur mit Endometrium-Schleimhaut wird in der Medizin als Adenomyosis oder ganz präzise als Adenomyosis uteri bezeichnet.

 

Welche Symptomatik erwarten Sie bei einer Adenomyosis?

  • Bei einer Adenomyosis kommt es zu schmerzhaften Menstruationsblutungen (Dysmenorrhoe).

  • Die Menstruation ist bei einer Adenomyosis häufig verstärkt und verlängert.

 

Endometrioseherde werden manchmal auch an der tiefsten Stelle des Peritoneum gefunden. Wie wird der Raum genannt, der der tiefsten Stelle des Peritoneums entspricht und wo befindet sich dieser Raum bei der Frau genau?

Die tiefste Stelle des Bauchfells (Peritoneum) wird Douglas-Raum genannt.
Die tiefste Stelle des Peritoneum entsteht dadurch, dass das Bauchfell von der Gebärmutter (Uterus) auf das Rectum umschlägt.

Hinweis: an der tiefsten Stelle des Peritoneums (dem Douglas Raum) kann es zur Ansammlung vielfältiger krankhafter Prozesse (zum Beispiel Eiteransammlung, Endometriose…) kommen.

 

Welche Leitsymptome sollten unbedingt an die Möglichkeit einer Endometriose denken lassen.

Das wichtigste Leitsymptom einer Endometriose sind krampfartige Schmerzen, die mit dem Menstruationszyklus verbunden sind. (Dysmenorrhoe).

Andere Symptome einer Endometriose sind chronische Bauch und Rückenschmerzen aber auch Schmerzen beim Geschlechtsverkehr oder ein erschwerter Stuhlgang. Bei Befall der Harnblase kann es auch zu Schmerzen beim Wasserlassen kommen.

 

Welche Frauen haben gegenüber anderen Frauen, ein erhöhtes Risiko an einer Endometriose zu erkranken?

Die Menstruationshäufigkeit beeinflusst das Risiko an einer Endometriose zu erkranken. Frauen mit einer frühen 1. Menstruation und einem späten Aufhören der Monatsblutung, haben ein höheres Risiko an einer Endometriose zu erkranken.

 

Nennen Sie zur Wiederholung noch einmal die Fachausdrücke, mit der man in der Medizin das Einsetzen der Menstruation und das spätere Aufhören der Menstruation bezeichnet?

Das 1. Auftreten der Regelblutung in der Pubertät nennt man Menarche;
das Aufhören der Menstruation wird als Menopause bezeichnet.

 

Früher galt eine Schwangerschaft als korrigierender Faktor für die Weiterentwicklung einer Endometriose. Können Sie dies begründen?

Während der Schwangerschaft kommt es zum Ausbleiben der Regelblutung (Amenorrhoe). Eventuell kommt es durch längeres Stillen auch zu einer weiteren Phase der Amenorrhoe.
Durch eine Schwangerschaft wird zwar die Endometriose nicht zur Ausheilung gebracht. Nach der Geburt kommt es jedoch in vielen Endometriumherden zu einem programmierten Zelltod (Apoptose). All dies bessert die Symptome einer Endometriose.

 

 

Sie lesen in einem Lehrbuch, dass die Endometriose unter anderem auch durch Gn RH-Analoga behandelt wird. Versuchen Sie aus Ihrer Kenntnis der Hormone zunächst abzuleiten, was GnRH bedeutet!

GnRH steht für Gonadotropin-releasing Hormon. Das Gonadotropin releasing Hormon stimuliert bei der Frau die Produktion von Östrogenen und beim Mann von Testosteron.  
Im Zusammenhang mit der Endometriose leuchtet es unmittelbar ein, dass eine vermehrte Produktion von Östrogen zu einer vermehrten Wucherung der ektopen Endometriumherden führt.

 

GnRH steht – wie wir oben gelernt haben – für Gonadotropin-releasing Hormon. Können Sie aus dem therapeutischen Effekt von GnRH-Analoga - der Verminderung der Östrogenproduktion - ableiten, was GnRH-Analoga sind?

GnRH-Analoga sind Substanzen, die ähnlich aufgebaut sind wie das Gonadotropin-releasing Hormon. Sie haben jedoch nicht die gleiche biologische Wirkung. Im Ovar kommt es nicht zur vermehrten Bildung von Östrogenen.
Bei Vorhandensein der GnRH-Analoga reagiert der Hypothalamus mit einer reduzierten Ausschüttung des Gonadotropin releasing Hormons.
Bei Verabreichung der GnRH-Analoga kommt es daher zu einer verminderten Produktion von Östrogen und damit zu einer verminderten Schleimhautwucherungen in den ektopen Endometriumherden.

 

Sie haben oben gelernt, dass eine Schwangerschaft und eine lange Stillzeit sich recht günstig (wenn auch nicht heilend) auf eine Endometriose auswirken kann.

Welches Problem haben jedoch viele Frauen, die an einer Endometriose leiden? 

Die Endometriose reduziert die Wahrscheinlichkeit einer gewollten Schwangerschaft. (Der Grund hierfür ist bisher nicht bekannt). 

Die Abb. unten ist ein Foto aus dem Bauchraum des kleinen Beckens. Können Sie erkennen, was das Foto darstellt?

Endometriose im Douglasraum

Das Foto zeigt eine Endometriose im Douglasraum. Die schwärzlich-blauen Herde (Pfeil) entsprechen den ektopen Endometriuminseln.

 

 

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