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multiple Choice Fragen: Diabetes mellitus

Wie hoch ist beim Gesunden in etwas der Glucose-Spiegel im Blut ?  (Einfach-Auswahl)

A  30 mg/dl
B   80 mg/dl
C   180 mg/dl
D   400 mg/dl
E   650 mg/dl

Angekreuzt werden muss die Antwort : B 
Bei einem Glucose-Wert von 30 mg/dl besteht ein Hypo-Glykämischer Schock;
Ab einem Glucose-Spiegel von 180 mg/dl wird Glucose über die Niere im Harn ausgeschieden. Glucose-Werte von 400 mg oder höher entsprechen einem Hyper-Glykämischen Schock 

Welche Aussage zum Diabetes mellitus Typ 2 ist falsch ?  (Einfach-Auswahl)

A  der Typ 2 Diabetes mellitus ist die mit Abstand  der häufigste Diabetes-Typ in Deutschland
B   die körpereigene Insulinherstellung ist - besonders im Anfangsstadium - erhalten
C   viele Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2 sind untergewichtig
D   Häufige Infektion an Haut, Schleimhäuten oder den Harnwegen können auf einen Diabetes hindeuten
E   Die Lipide (Triglyceride) im Serum sind meist erhöht

Angekreuzt werden muss die Antwort : C  
Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2 haben meist Übergewicht. Bei Untergewicht und erhöhtem Glucose-Spiegel im Blut sollte man eher an einen Diabetes mellitus Typ 1 denken! Alle anderen obigen Aussagen sind zutreffend.

 

 

Welche der folgenden Hormone wirkt steigernd auf den Blutzucker-Spiegel

Mehrfachauswahl

a   Glukocorticoide
b   Adrenalin
c   ADH (Adiuretin) 
d   STH (auch GH oder Somatostatin genannt)
e   FSH

  richtig sind nur a + b   
  richtig sind nur a + b + c
  richtig sind nur b+ d
  richtig sind nur a+ b + d
  richtig sind alle Antworten

Die richtige Antwort-Kombination lautet:  D 
Glukocortikoide, Adrenalin und Noradrenalin sowie STH (GH = growth hormon) sind Insulin-Antagonisten und steigern den Glucose-Spiegel im Blut.
ADH (Hypothalamus fördert im distalen Tubulus und in den Sammelrohren die Wasser-Rückresorption;
FSH ist das Follikel-stimulierende Hormon, dass die Reifung des Follikels im Eierstock fördert

Welche Aussagen zum Insulin sind richtig?

Mehrfachauswahl

a   steigert den Blutzucker-Spiegel
b   wird aus Pro-Insulin gebildet
c   wird in den A-Zellen der Langerhans-Insel im Pankreas gebildet
d   fördert die Bildung von Glykogen (Glykogenogenese)
e   unter Insulin-Mangel entsteht in den Leberzellen u.a. Acteton

  richtig sind nur a + b + c  
  richtig sind nur b + d + e
  richtig sind nur c + d + e
  richtig sind nur a + b + d + e
  richtig sind nur  b + d + e

Die richtige Antwort-Kombination lautet:  E  
Insulin ist das einzige Hormon, dass den Blutzuckerspiegel senkt. Unter anderem durch vermehrten Einstrom von Glukose in die Zellen, aber auch durch Bildung von Glykogen in Leber und Muskel! (Glykogenogenese)
Die Produktion von Insulin findet in den B-Zellen der Langerhans-Inseln im Pankreas statt. 
Unter Mangel an Insulin werden in der Leber Triglyceride zu freien Fettsäuren abgebaut. Aus diesen freien Fettsäuren entstehen Beta-Hydroxy-Buttersäure und Aceton.
(sogn. Keton-Körper) (Dies erklärt den Aceton-Geruch beim Keto-Azidotischen Koma)

Unter Insulin-Resistenz versteht man?  (Einfach-Auswahl)

A  das fehlende Ansprechen des Insulin-Rezeptors auf Insulin
B   die fehlende Bildung von Insulin aus Pro-Insulin
C   die Widerstands-Fähigkeit des Insulins gegen Insulin-Antikörper
D   die Unabhängigkeit der Gehirnzellen von Insulin
E   die mangelhafte Bild von C-Peptid

Angekreuzt werden muss die Antwort : A  
An den Oberflächen der Körperzellen (Ausnahme Gehirn) findet man Rezeptoren für Insulin. Bei Andocken des Insulins an diese Rezeptoren wird die Zellmembran normalerweise für Glucose durchlässig.
D. h. Glucose strömt aus dem Blut in die Zellen. Bei ungenügender Ansprechbarkeit des Rezeptors (Typ 2 Diabetes) kann Glucose nicht in die Zellen einströmen. Im Blut steigt der Glucose-Spiegel. In den Zellen sinkt jedoch der Glucose-Spiegel.


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Mit welchen Symptomen sollten Sie bei einem Diabetes mellitus Typ 1 rechen?

Mehrfachauswahl

a   Gewichtsverlust trotz Heißhunger
b   Müdigkeit und Leistungsknick
c   Polyurie 
d   Sehstörungen
e   Exophthalmus

  richtig sind nur  a + b + c 
  richtig sind nur  b+ c + e
  richtig sind nur  a + b + c+ d
  richtig sind nur  c
  richtig sind alle Antworten

Die richtige Antwort-Kombination lautet:  C 
Die Symptome Gewichtsverlust, Leistungsknick sind Folge des Glukose-Verlustes über den Urin beim Diabetes mellitus Typ 1.
Die Polyurie (Harnausscheidung > 2 l) ist Folge hohen Glukose-Spiegels im Tubulus-System der Niere. Bei einem Wert von > 180 mg/dl wird Glukose im Harn nicht mehr vollständig ruckresorbiert. Die osmotische Wirkung der Glukose führt zu einer vermehrten Ausscheidung von Wasser.
Die Sehstörungen beim Diabetes mellitus Typ 1 entstehen durch ein Aufquellen der Linse bei gestörter Wasser und Glukoseaufnahme. 
Der Exopthalmus ist ein Symptom des Morbus Basedow und nicht des Diabetes

Welche Aussage zum Diabetes mellitus Typ 1 ist zutreffend?  (Einfach-Auswahl)

A  Oft sind die Patienten erheblich übergewichtig
B   es handelt sich meist um ältere Menschen bei erster Diagnosestellung
C   typisch ist ein Überschuss von Insulin
D   die Erkrankung kann durch Auto-Immunvorgänge ausgelöst werden
E   Die A-Zellen der Langerhans-Inseln werden zerstört

Angekreuzt werden muss die Antwort : D  
Beim Diabetes mellitus Typ 1 sind die Patienten oft untergewichtig und bei Diagnosestellung oft unter 20 Jahre alt.
Beim Diabetes mellitus Typ 1 besteht ein absoluter Insulinmangel. Einer der Auslöser des absoluten Insulinmangels sind Auto-Antikörper, die die B-Zellen der Langerhans-Insel zerstören.
(In den A-Zellen wird das Glukagon gebildet)

Der HbA1c - Wert dient ?  (Einfach-Auswahl)

A  der Unterscheidung von Diabetes mellitus Typ 1 oder 2
B   dient der Verlaufskontrolle und Einstellung des Diabetes mellitus
C   dient als Suchtest auf Diabetes mellitus
D   ist unerlässlich zur Bestätigung der Diagnose: Diabetes mellitus
E   dient der Feststellung eines Schwangerschafts- Diabetes mellitus

Angekreuzt werden muss die Antwort : B 
Der HbA1c - Wert ist das Langzeit-Gedächtnis des Blutzuckerwertes der letzten Wochen vor der HbA1c Bestimmung.
Der Wert ist nicht geeignet einzeln Diabetes-Typen zu unterscheiden und wird auch nicht verwendet um die Diagnose Diabetes abzusichern. 
Ein HbA1c - Wert von unter 6 % entspricht einer sehr guten Einstellung des Diabetes mellitus

 

 

Ein Diabetes mellitus gilt als gesichert, wenn neben den typischen Symptomen wie Polyurie usw. im Labor folgende Nachweise geführt werden:

Zweifach-Auswahl

a   Nüchtern Blutzucker > 100 mg/dl
b   Nüchtern Plasma-Glukose zu zwei verschieden Gelegenheiten > 126 mg/dl
c   Glukose-Spiegel  im Blutplasma > 200 mg/dl (unabhängig von Tageszeit und Essen)
d   Glukose-Spiegel im Blutplasma > 150 mg/dl (unabhängig von Tageszeit und Essen)
e   Blutzucker 2 Stunden nach dem Frühstück > 126 mg/dl

  richtig sind nur   a + c
  richtig sind nur   a + e
  richtig sind nur   c + d
  richtig sind nur   b + c
  richtig sind nur   d + e

Die richtige Antwort-Kombination lautet:  D   
Bestehen typische Krankheitssymptome wie Polydipsie, Polyurie und (sonst nicht erklärbarer) Gewichtsverlust, so wird ein Diabetes mellitus im Labor bestätigt, wenn:
Entweder der Glukose Wert zu einer beliebigen Tageszeit und unabhängig vom Essen > 200 mg/dl beträgt oder wenn bei 2 verschiedenen Gelegenheiten der Nüchtern-BZ im Plasma 126 mg/ dl übersteigt.

Welche Aussagen zum Diabetes mellitus Typ 2 sind zutreffend?

Mehrfachauswahl

a   wird oft erst anlässlich einer Spätkomplikation wie Gefäßschäden erkannt
b   etwa 90 % aller Diabetiker in Deutschland sind Typ 2 Diabetiker
c    im Bereich der Füße kann es zur Polyneuropathie kommen
d    die Gefäßverschlüsse in den Beinen sind meist weit peripher lokalisiert
e    eine diabetische Retinopathie kann bis zur Erblindung führen

  richtig sind nur a + b + c  
  richtig sind nur a + b + c  + d
  richtig sind nur  b + c + d
  richtig sind nur a + c + d + e
  richtig sind alle Antworten

Die richtige Antwort-Kombination lautet:  E
Alle Antworten treffen zu. Die Beschwerden im Frühstadium des Diabetes mellitus Typ 2 entstehen schleichend.
Der Diabetes Typ 1 ist in D. mit etwa 10 % der Fälle und der Typ 2 Diabetes mit 90% der Fälle vertreten.
Die Polyneuropathie kann beim Diabetiker zu dem Gefühl "brennender Füße" führen.
Gefäßverschlüsse betreffen bei Nicht-Diabetikern an den Beinen meist die Beckenarterien oder die Arterien des Oberschenkels.
Beim Diabetiker sind besonders die Unterschenkel und Fußarterien befallen.
Die diabetische Retinopathie (Erkrankung der Netzhaut) ist die häufigste Erblindungs-Ursache beim Diabetiker.

Bei der Hypoglykämie findet man ?  (Einfach-Auswahl)

A  einen erhöhten Blutzucker-Spiegel
B   eine kalte schweißige Haut
C   einen Aceton-Geruch
D   einen Beginn über Tage langsam schleichend
E   eine Kussmaul-Atmung

Angekreuzt werden muss die Antwort : B 
Heißhunger, Tremor, Schwitzenden Haut und Tachykardie sind oft Frühzeichen einer Hypoglykämie.
Der Aceton-Geruch und die Kussmaul Atmung sind Symptome des (keto-azidotischen) diabetischen Komas.
 Die Hypoglykämie und der hypoglykämische Schock entwickeln sich sehr rasch. Manchmal innerhalb von Minuten! 

 

 

Welche therapeutische Maßnahmen sind beim hypoglykämischen Schock in Betracht zu ziehen?

Mehrfachauswahl

a   Gabe von Insulin
b   Gabe von Glukagon
c   Wenn Bewusstsein klar: Trinken von Fruchtsäften
d   intra venöse Gabe von 5 oder 10% Glukoselösung
e   Gabe von Adrenalin

  richtig sind nur  a + b + c 
  richtig sind nur  b + c
  richtig sind nur  b + c + d
  richtig sind nur  b + c + d + e
  richtig sind alle Antworten

Die richtige Antwort-Kombination lautet:   C   
Die Gabe von Insulin im hypoglykämischen Schock wird wahrscheinlich den Tod des Patienten verursachen, da Insulin den Glukose-Spiegel noch weiter absenkt.
Auch die Gabe von Adrenalin ist kontra-produktiv, da im hypoglykämischen Schock vielfach eine sympathikotone Reaktion mit Schwitzen, Tremor, Unruhe und Tachykardie besteht.
Sinnvoll ist es den bewusstseinsklaren Patienten 1 - 2 Gläser Traubenzuckerhaltigen Fruchtsaft trinken zu lassen.
Bei Koma ist die Gabe von Glukose intravenöse oder Glukagon i.m notwendig.

Welche 2 Gründe führen häufig zu einem hypoglykämischen Schock

Zweifach-Auswahl

a   Alkohol
b   Überdosierung von Insulin oder Sufonylharnstoff
c   mangelnde Bewegung 
d   fehlende Insulin-Zufuhr
e   üppige Mahlzeit

  richtig sind nur a + b
  richtig sind nur a + c
  richtig sind nur b +  d
  richtig sind nur d + e
  richtig sind nur b + e

Die richtige Antwort-Kombination lautet:  A 
Alkohol kann zu einer Hypoglykämie führen, da Alkohol die Neubildung (Glukoneogenese) in der Leber hemmt. Dem Blut steht weniger Glukose (Traubenzucker) zur Verfügung.
Eine weitere sehr häufige Ursache des hypoglykämischen Komas ist die Überdosierung von Medikamenten, die den Blutzucker senken. (z.B. Insulin, Sufofonylharnstoffe.....)
Die weiteren genannten Möglichkeiten lassen den Blutzuckerspiegel ansteigen!

Welche Aussage zum ketoazidotischen Koma ist falsch?  (Einfach-Auswahl)

A  Betrifft  besonders den Patienten mit Diabetes mellitus Typ 1
B   Es kommt zur Bildung von Ketonkörpern
C   In der Leber wird die Lipolyse blockiert
D   Es kommt zur metabolischen Azidose
E   Es kommt zur Kussmaul-Atmung

Angekreuzt werden muss die Antwort : C  
Vom ketoazidotischen Koma sind besonders oft Patienten mit Diabetes mellitus Typ 1 betroffen. Bei einem Viertel der Diabetes Typ 1 Patienten ist das ketoazidotische Koma die erste Manifestation der Erkrankung. 
Wegen des fehlenden Insulins versucht der Körper in der Leber Energie durch Spaltung von Fetten zu gewinnen. (Lipolyse) Hierbei entstehen die sauren Ketonkörper und die metabolische Azidose.
Die vertiefte und etwas häufigere Atmung (Kussmaul-Atmung) ist die respiratorische Kompensation der metabolischen Azidose.

Beim Hyperosmolaren Koma  ?  (Einfach-Auswahl)

A  fehlt immer die Bewusstlosigkeit
B   fehlt typischerweise der Aceton-Geruch
C   ist der Anstieg der Glukose geringer als beim ketoazidotischen Koma
D   genügt zur Therapie die Gabe von Insulin
E   ist eine starke Ödem-Bildung zu erwarten

Angekreuzt werden muss die Antwort :  B    Die Bewusstlosigkeit kann zwar einmal beim hyperosmolaren wie auch beim ketoazidotischen Koma fehlen. Eine Vielzahl von Patienten ist jedoch komatös. Aceton entsteht durch Lipolyse in der Leber. Die ist typisch für das ketonazidotische Koma. 
Die Hyperglykämie beim hyperosmolaren Koma ist beträchtlich und stärker als beim ketoazidotischen Koma. Werte von 800 mg/dl werden gemessen.
Wichtig ist: Es kommt beim Koma-Diabetikum zur starken Austrocknung (Exsikkose) und nicht zur Ödembildung. Daher muss in der Therapie sowohl Insulin als auch in erheblichem Umfang Flüssigkeit zugeführt werden.

 

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