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Diabetes mellitus (allgemein)

Was versteht man unter einem Diabetes mellitus? (Zuckerkrankheit)

Der Diabetes mellitus ist eine Stoffwechselkrankheit, die durch einen erhöhten Blut-Zuckerspiegel auffällt (und eventuell durch einen erhöhten Urin-Zucker)

Neben der Störung des Stoffwechsels der Kohlenhydrate findet man zusätzlich auch eine Störung im Fett- und Eiweißstoffwechsel.

Dem Diabetes mellitus zugrunde liegt eine ungenügende Wirkung des Insulins an

  • den Leberzellen

  • den Muskelzellen

  • den Fettzellen

Die ungenügende Wirkung des Insulins kommt zustande durch:

  • einen Mangel an Insulin  (Diabetes mellitus Typ 1)

  • eine verminderte bis fehlende Reaktionsfähigkeit des Gewebes (Resistenz) auf Insulin  (Diabetes mellitus Typ 2)

 Wo wird Insulin gebildet?

Insulin wird in den B-Zellen der Langerhans-Inseln der Bauchspeile-Drüse (Pankreas) gebildet. Das Insulin entsteht aus einem Eiweiß dem Pro-Insulin.

 

 

Was versteht man unter C-Peptid?

Bei der Bildung von Insulin aus dem Vorläufer-Eiweiß Pro-Insulin wird das C-Peptid abgespalten. Das C-Peptid wird durch Insulin--Antikörper nicht zerstört. Das C- Peptid ist beim:

  • beim Diabetes mellitus Typ 1 niedrig

  • Diabetes mellitus Typ 2  hoch  (wenn Insulinresistenz besteht)

 

Welche Wirkungen hat Insulin?

Insulin fördert die anabolen Stoffwechselvorgänge. Es wirkt am Stoffwechsel der:

  • Kohlenhydrate: 

  • Förderung der Glykogen-Synthese in Leber und Muskel

  • Förderung der Glucose-Aufnahme im Fett- und Muskelgewebe

    • Hemmung der Spaltung von Glykogen und Hemmung der Glucose-Neubildung
  • Fettstoffwechsel

    • Steigerung der Fett-Synthese

    • Hemmung der Fett-Spaltung (Lipo-Lyse)

  • Eiweiße

    • Steigerung der Eiweißbildung (Protein-Synthese)

 

Was versteht man unter Insulin-Resistenz?

Rezeptoren für Insulin an der Oberfläche von Körperzellen sorgen dafür, dass Glucose in die Zellen aufgenommen werden kann.  (Ausnahme: Gehirnzellen)

Damit Glucose aus dem Blut in die Körper-Zellen einströmen kann ist es erforderlich, das

  • Insulin vorhanden ist
  • das der Rezeptor für Insulin auf der Zelloberfläche intakt ist (d.h. auf das Insulin anspricht)

Fehlt Insulin (Diabetes mellitus Typ 1) oder fehlt das Ansprechen des Insulin-Rezeptors (Diabetes mellitus Typ 2)  auf der Zelloberfläche, so kommt es in beiden Fällen zu einem mangelhaften Einströmen von Glucose in die Zellen und zu einer Hyperglykämie (erhöhtem Glucose-Spiegel) im Blut


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Was sind Insulin-Antagonisten?/p>

Insulin senkt als einziges Hormon den Glucose-Spiegel im Blut

Viele Hormon wirken jedoch Blutzucker steigernd!  D.h. antagonistisch zum Insulin

Die wichtigsten Antagonisten des Insulins sind:

  • Adrenalin und Noradrenalin  (Neben-Nierenmark)

  • Glucagon: (A-Zellen der Langerhans-Inseln des Pankreas)

  • Glukocortikoide (Nebennieren-Rinde)

  • Wachstumshormon: somatotrope Hormon (Abkürzung: STH, GH) (gebildet im Vorderlappen der Hypophyse)

Bei krankhafter Erhöhung eines Insulin-Antagonisten kommt es zur Entwicklung eines sogn. sekundären Diabetes mellitus

 

Wann kann ein Diabetes mellitus als gesichert angesehen werden?

Der Diabetes mellitus Typ 1 verrät sich oft schon mit einer typischen Anamnese:

  • Polyurie (Harnmenge > 2 l) und Polydipsie (vermehrter Durst)

  • Gewichtsabnahme

  • Müdigkeit

Die Diagnose "Diabetes mellitus" wird bei standardmäßig durch Untersuchung des Glukose-Spiegels im Blutplasma gestellt:

  • wenn bei 2 unabhängigen Messungen der Nüchtern-Zucker > 126 mg / dl liegt

  • bei symptomatischen Patienten ein Plasma-Glukosewert von > 200 mg / dl gemessen wird

(bei dem Wert > 200 mg / dl ist es gleich, ob die Feststellung des Wertes nüchtern oder nach einer Mahlzeit erfolgt und auch gleichgültig zu welcher Tageszeit)

Näheres zum Diabetes mellitus Typ 1 :  Näheres zum Diabetes mellitus Typ 2

Multiple Choice Fragen Krankheitslehre Diabetes mellitus

 

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