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das maligne Melanom: Prüfungsfragen für Heilberufe

Das maligne Melanom war vor Jahrzehnten noch ein seltener Tumor. Zwischenzeitlich ist das maligne Melanom der Tumor mit der höchsten Zuwachsrate an Erkrankungsfällen. Gute Gründe, warum das malignen Melanom häufig Gegenstand von schriftlichen und mündlichen Prüfungen ist!

Wenn Sie die Fragen zum malignen Melanom im Prüfungs-Modus beantworten wollen, so können Sie durch Anklicken der unten stehenden Schaltfläche zunächst alle Antworten verbergen:

 

Wie wird das malignen Melanom umgangssprachlich auch noch bezeichnet? 

Als schwarzer Hautkrebs.

Das maligne Melanom ist ein ausgesprochen bösartiger Tumor. Welche besondere Eigenschaft des malignen Melanoms führt zu dieser außerordentlichen Bösartigkeit des malignen Melanoms? 

Das maligne Melanom metastasiert (streut) bereits sehr früh sowohl in die Lymphbahnen als auch in die Blutbahnen und verbreitert sich auf diese Weise im gesamten Körper. 

 

Von welchen speziellen Hautzellen nimmt das malignen Melanom seinen Ursprung?

Von den Pigmentzellen der Haut. Die Pigmentzellen werden auch als Melanozyten bezeichnet.
 Anders formuliert: das malignen Melanom entsteht aus einer entarteten Melanozyte.

Zur Vertiefung zeigt die Abbildung noch einmal den schematischen Aufbau der Haut.
Die Haut besteht aus einem mehrschichtigen verhornende Plattenepithel. Zwischen einzelnen Epithelzellen sind Melanozyten (Pigmentzellen) eingestreut. Diese Pigmentzellen produzieren das Melanin, dass für die Färbung der Haut sorgt.

 

 

Ist das maligne Melanom ausschließlich ein bösartiger Tumor der Haut?

  • Nein!  Auch wenn die ganz überwiegende Zahl der malignen Melanome von der Haut ihren Ursprung nehmen (kutane Melanome); so gibt es auch maligne Melanome anderen Körperstellen.

  • in der Aderhaut des Auges, im zentralen Nervensystem und in der Schleimhaut des Enddarms.

 

Sie lesen, dass die Inzidenz des malignen Melanoms besonders die hellhäutige Bevölkerung betrifft.
Erläutern Sie in diesem Zusammenhang noch einmal den Begriff Inzidenz! 

Die Inzidenz ist ein Maß für die Häufigkeit der Neuerkrankungen bezogen auf (meist) 1 Jahr und 100.000 Einwohner.

Zur Zeit beträgt die Inzidenz des malignen Melanoms in Europa etwa 13-15 Neuerkrankungen pro 100.000 Einwohner.  

 

Nennen Sie einen vermeidbaren, wichtigen Risikofaktor für die Entstehung des malignen Melanoms! 

Es besteht ein enger Zusammenhang zwischen der Häufigkeit eines Melanoms und der Sonneneinstrahlung. Besonders der Sonnenbrand in der Kindheit stellt ein gewichtiges Risiko für die Entstehung eines malignen Melanoms dar.

 

Entstehen malignen Melanome immer auf dem Boden eines vorbestehenden Naevus (Leberfleck)?

Nein! Melanome können zwar von Nävi der Haut ausgehen; die überwiegende Zahl der malignen Melanome entsteht in zuvor gesunder Haut!
Von sogenannten Muttermalen (Pigmentnävi, Leberflecken) gehen ca. 40 % der malignen Melanome aus.

 

Wir haben bereits gelernt, dass malignen Melanome besonders die hellhäutige Bevölkerung trifft, die reichhaltiger UV-Strahlung ausgesetzt ist. (Dies trifft besonders auf rothaarige Personen zu).

Können Sie noch einen weiteren (endogenen) Risikofaktor für die Entstehung des malignen Melanoms nennen?

Dies ist die Anzahl der bei einem Menschen vorkommenden Nävi. (Sogenannte Muttermale). Zur Erläuterung: im Durchschnitt hat ein Erwachsener etwa 20 Nävi in der Haut.
Ist die Anzahl der Nävi stark erhöht (zum Beispiel über 50 Nävi), so erhöht sich auch das Risiko an einem malignen Melanom zu erkranken.


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Nach welcher Regel sollte ein verdächtiger Pigmentfleck (Naevus) im Bereich der Haut im Hinblick auf das eventuelle Vorliegen eines malignen Melanoms beurteilt werden?

Nach der ABCDE-Regel.

 

Das A – also der 1. Buchstabe der ABCDE-Regel - steht für Asymmetrie.

Was ist hiermit im Zusammenhang mit der Diagnostik eines malignen Melanoms präzise gemeint?

  • Ein normaler Naevus (Leberfleck) ist rund oder oval.

  • Eine erhebliche Abweichung von dieser Symmetrie ist verdächtig auf ein malignes Melanom.

  • Die Abbildung oben links zeigt die asymmetrische Form eines malignen Melanoms

  • Die Abb. oben rechts zeigt die symetrisch ovale Form eines Nävus

 

Wofür steht der Buchstabe B in der ABCDE-Regel?

Der B bedeutet Begrenzung des Tumors (oder auch das englische Wort border).



Gemeint ist mit dem B, die unscharfe Begrenzung des Tumors gegenüber der gesunden Haut, die man in der obigen Abb. gut erkennen kann.. 

 

Der Großbuchstabe C in der ABCDE-Regel steht für das englische Wort Colour (Farbe). Was ist damit genau gemeint? 

Bei einem einfachen Pigmentnävus ist die Färbung des Naevus in allen Abschnitten des Naevus gleich. Bei malignen Melanom ist die Pigmentierung – und damit die für das Auge sichtbare Färbung – oft unterschiedlich.



Die Abbildung zeigt eine solche unterschiedliche Färbung von hellbraun bis fast schwarz (C = Colour) in einem malignen Melanom.

 

Der Großbuchstabe D in der ABCDE-Regel steht für Durchmesser. Was ist hiermit gemeint?

Anders gefragt: Wann sollte vom Durchmesser her ein Nävus als verdächtig auf ein malignes Melanom betrachtet werden?

Ab einem Durchmesser von mehr als 6 mm!

Der letzte Buchstabe in der ABCDE-Regel steht für Evolution.

Was ist mit Evolution im Zusammenhang mit der Diagnostik eines malignen Melanoms gemeint? 

Einen verdächtiger Hautbezirk gilt es nicht nur zu betrachten, sondern der Patient soll auch befragt werden, ob er eine Farbveränderung oder eine Größenzunahme des Tumors (eine Evolution)  in den letzten Monaten bemerkt habe.

Wie ist zu verfahren, wenn eine Hautveränderung als verdächtig auf ein malignes Melanom eingestuft wurde?

Bei Verdacht auf ein malignes Melanom sollte der entsprechende Hauttumor mit einem Sicherheitsabstand von ca. 2 mm bis ins Fettgewebe hinein entfernt werden und anschließend mikroskopisch untersucht werden.

 

 

Das weitere Vorgehen und die Prognose des malignen Melanoms ist ganz entscheidend abhängig von der Tumordicke.

Die Tumordicke wird nach welchem Schema klassifiziert?

Die Tumordicke des malignen Melanoms wird in der Klassifikation nach Breslow angegeben.
Bei der niedrigsten Tumordicke nach Breslow (< 0,75 mm) beträgt die Fünfjahresüberlebensrate mehr als 90 Prozent.

Sie lesen in einem Lehrbuch, dass gemäß der aktuellen Leitlinie zur Behandlung des malignen Melanoms, ab einer Tumordicke von 1 mm eine Sentinel-Node-Biopsie durchgeführt werden sollte.  

Was ist mit dem Begriff Sentinel-Node gemeint?

Sentinel-Node bedeutet der Wächterlymphknoten.
Als Wächterlymphknoten werden diejenigen Lymphknoten bezeichnet, die im Abflussgebiet der Lymphflüssigkeit eines bösartigen Tumors an erster Stelle liegen.
Sind in diesen Lymphknoten (Sentinel-Nodes) bereits Tumorzellen durch den Fuss der Lymphflüssigkeit verschleppt worden, so finden sich mit Wahrscheinlichkeit auch weitere Metastasen (Streuung von Krebszellen) in der Umgebung.
Sind dagegen die Wächterlymphknoten tumorfrei, ist die Wahrscheinlichkeit gering, dass weitere Lymphknotenmetastasen vorliegen.

Sentinel-Node-Biopsie bedeutet operative Entfernung der Wächterlymphknoten mit anschließender mikroskopischer Untersuchung.

 

Bei malignen Melanom werden unterschiedliche Typen unterschieden.

Welche 4 Typen des malignen Melanoms sollten Sie kennen?

Superfiziell spreitendes malignes Melanom
noduläres Melanom
Lentigo maligna Melanom
Akrolentiginöses malignes Melanom.

Der häufigste Typ des malignen Melanoms ist das superfiziell spreitende Melanom mit etwa 60 % aller malignen Melanome. (Abb. unten)

Wo kommt das superfiziell spreitende Melanom besonders häufig vor?

Am Körperstamm

 

Wo erwarten Sie das Vorkommen des akrolentiginösen malignen Melanoms?

Das akrolentiginöse maligne Melanom findet man an den Handflächen, den Fußsohlen und unter den Nägeln der Finger oder Zehen.
 

Die Abb. oben zeigt ein akrolentiginöses maligne Melanom am Fuss.

 

Um welchen Typ des Melanoms handelt es ich in obigerAbb.?

um ein noduläres malignes Melanom

 

Welcher  Melanomtyp ist in obiger Abb. gezeigt?

eine Lentigo maligna. (Ein Melanotyp, der besonders bei alten Menschen im Gesicht vorkommt)

Umgangssprachlich wird das maligne Melanom auch als schwarzer Hautkrebs bezeichnet.

Ist das maligne Melanom in jedem Fall ein bräunlich oder schwarz aussehender Tumor?

Nein! Eine Sonderform des malignen Melanoms ist das amelanotische Melanom.
Beim amelanotischen Melanom können die entarteten Melanozyten kein Melanin (keinen Farbstoff) mehr produzieren und dunkelbraune und schwarze Färbung, die sonst für ein malignes Melanom typisch ist, fehlt bei diesem Tumortyp.
Amelanotische Melanome werden aufgrund der fehlenden braun-schwarzen Färbung oft erst sehr spät erkannt und haben eine ungünstige Prognose.

 

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